4 Gedanken, die Dir als Tennisspieler endgültig das Genick brechen

Hinterher sagst Du zu Deinen Mannschaftskollegen: „Es war einfach nicht mein Tag“

Dir fehlte das Vertrauen in Deine Schläge. Allen voran in Deine besten Schläge. Es war wie verhext. Vom ersten Ball im Einspielen bis zum letzten Ball, dem Matchball Deines Gegners, lief es einfach nicht rund. Du hast keinen Zugriff zum Match bekommen. Es plätscherte aus Deiner Sicht einfach so vor sich hin.

Kann es sein, dass Du das gesamte Match über nicht an Deinen Sieg geglaubt hast?!

Denn: Deine eigenen Gedanken können Dich auf die Verliererstraße manövrieren. Problemlos.

1) „Heute wird nicht mein Tag“

Gesagt, getan.

Kannst Du dich noch an Deine Schulzeit erinnern? Wenn mal wieder eine von Dir gehasste Matheklausur auf der Agenda stand? Wie hast Du einige Tage vor solch einer Klausur gedacht?

Hast Du gedacht: „Yeah, geil. Mathe. Ich liebe Mathe. Da bereite ich mich drei Tage richtig intensiv drauf vor und dann rock ich diese Klausur aber mal sowas von“

Oder hast Du, mit Schweiß auf der Stirn und erhöhtem Pulsschlag gedacht: „Oh shit. Mathe. Verflucht, ich hasse Mathe. Und kann den Stoff der da drankommen wird bis dato fast gar nicht. Oh man, was soll ich nur machen? Ich werde diese Klausur komplett in den Sand setzen“

Was schätzt Du mit welcher Einstellung, mit welchen Gedanken, Du eine bessere Klausur geschrieben hättest? 😉

Du selbst kannst Dich durch Deine eigenen Gedanken und Deine Einstellung bereits vor dem Match komplett auf die Verliererstraße bringen.

Sei Dir dessen bewusst.

2) „Ich werde das Match heute verlieren – mein Gegner ist zu stark“

Um gut zu spielen, um hervorragend zu spielen und um sogar über sich selbst hinauszuwachsen benötigst Du Vertrauen. Vertrauen in Deine Schläge. Vertrauen in Deine Fähigkeiten auf dem Tennisplatz.

Negative Gedanken während einem Match gehören dazu. Das ist vollkommen normal und gehört zu Dir als gewöhnlicher Mensch dazu.

Nur dürfen diese negativen Gedanken nicht endgültig sein.

„Ich werde verlieren …“ ist endgültig. Durch diesen Gedanken schließt Du eine Sache, in diesem Fall Dein Match, bereits ab.

„Wer nicht kämpft, hat bereits verloren“

Versuche immer und zu jeder Zeit Lösungen für Deine Probleme auf dem Platz zu finden. Den Kopf in den Sand stecken und abschenken kann jeder.

Aber Du bist nicht jeder 😉

3) „Ich kann machen was ich will – meine Vorhand kommt heute nicht“

Falsch. Absolut falsch.

Das ist das Gleiche wie wenn man abnehmen möchte und sagt: „Ich mache eine Diät. Es will sich aber partout nichts an meinem Körper verändern“.

Dann machst Du etwas falsch. Und wenn Du etwas falsch machst musst Du daran arbeiten. Solange bis es funktioniert.

Du hast einen Tag erwischt an dem Deine Vorhand einfach nicht gelingt? Selbst die Vorhandschläge die Du sonst im Schlaf triffst?

Dann nimm dies nicht einfach so hin. Sondern arbeite daran. Während dem Match. Probiere mehr aus, sei flexibel. Denke nach.

„Immer dasselbe zu tun mit der Erwartung anderer Ergebnisse ist Wahnsinn“

Stell Dich anders zum Ball. Spiele mit mehr Spin. Achte mehr auf Deinen Ausschwung. Spiele sicherer. Fokussiere Dich mehr auf die Vorhand.

Es gibt immer Mittel und Wege etwas zu ändern während einem Match. Du musst es nur selbst tun.

4) „Ich habe Angst zu verlieren“

Angst ist in jeglicher Form ein schlechter Ratgeber. Wahrscheinlich der Schlechteste.

Was ist Angst?

„Angst ist die negative Vorstellung von Umständen die in der Zukunft liegen“

Mit anderen Worten: Du erstellst Dir deine Angst selbst. Und kannst daher, logischerweise, selbst etwas dagegen tun.

Im Tennis gibt es diesen einen, weisen Spruch: Spiele von Punkt zu Punkt.

Er ist so simpel, dieser Spruch. Und doch so lehrreich. Die Angst zu verlieren ist einer der größten Gegner. Manchmal sogar noch stärker als der Mensch auf der anderen Seite des Netzes. Du stellst Dir bildlich vor wie Du verlieren wirst. Wie Du deinem Gegner am Netz beim „Hand-Shake“ gratulierst.

Du fühlst Dich während Du über Deine Angst nachdenkst bereits wie der Verlierer des Matches.

Bist Du eigentlich total bescheuert?

Wenn Du deine Angst vor dem verlieren loswerden willst musst Du lernen von Punkt zu Punkt zu denken. Und zu spielen. Stelle Dir bildlich vor wie Du einen guten Slice-Aufschlag nach außen spielst. Und anschließend einen Vorhand-Winner schlägst. Visualisiere wie Du einen Deiner gefürchteten Stoppbälle spielst.

Fülle Deine Gedankenwelt mit positiven Bildern.

Denke dabei weiterhin von Punkt zu Punkt.

Und Du wirst Deine Angst vor dem verlieren, verlieren.

Was steht Dir in Deinen Matches im Weg? Mit welchen Gedanken hast Du zu kämpfen? Lass es mich in einem Kommentar wissen.

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11 Kommentare

  • Hi Claudia ist mein Name. Es geht um meine Tochter Denise 12 Jahre . Könnte ich mal mit ihnen Telefonieren?Hätte paar fragen, LG Claudia
  • Hallo Marco,
    ich muss zugeben, dass ich mittlerweile absolut verzweifelt bin. Es hat langsam vor ein/zwei Jahren begonnen. Vor dem Spiel (Tage vorher) und währenddessen bin ich so aufgeregt und ängstlich, dass zum Teil wirklich gar nichts mehr funktioniert. Technisch läuft im Training hingegen alles glatt. Meine Angst macht im Punktspiel alles kaputt. Samstag habe ich mein wahrscheinlich letztes Punktspiel. Ich sehe keinen anderen Weg mehr, als mit Punktspielen aufzuhören, weil ich mich in einer Abwärtsspirale befinde, aus der ich alleine nicht rauskomme. Hast du Tipps, wie ich da jemals wieder rauskomme?
  • Grüezi Marco
    Zum Thema Von Punkt zu Punkt spielen:
    Ich führe oft das spiel an und mache dann den Sack doch nicht zu. Wie vorgestern. Führte jeweils in beiden Sätzen 3:1 und 40:15. danach habe ich kein che ich spiel mehr gewonnen und verlor wieder 6:3 / 6:3.
    Ich denke aber von Punkt zu Punkt. Bei 40:15 denke jetzt nur noch diesen Punkt und dann ist 4:1 und dann habe ich grosse chancen den Satz nach Hause zu bringen. Ich hadere auch nicht wenn ich einen Fehler mache sondern denke sofort an den nächsten Punkt. Aber irgend etwas mache ich halt trotzdem falsch. Weisst du evtl. wo ich ansetzen könnte?

    Vielen Dank für Deine Bemühungen und mögliche Lösungsansätze.

    Freundlicher Gruss
    Mani
  • Hey Mani,

    lässt deine Konzentration vielleicht unbewusst nach? Von Punkt zu Punkt _denken_ ist gut. Du musst dies aber natürlich auch _leben_. Achte auch darauf, was falsch gelaufen ist. Wenn du 3:1 führst, dann aber 3 und 3 verlierst, muss ja etwas passiert sein nach dem 3:1 für dich. Was hat dein Gegner dann anders/ besser gemacht? Was hast du anders (oder eben auch nicht) gemacht? Du solltest dich natürlich auch nicht von Rückschlägen unterkriegen lassen. Du darfst keinen höheren Puls bekommen, wenn du dann mal wieder einen Vorsprung verspielt hast :-)

    Bleib locker. Auch bei den wichtigen Punkten. Versuche gerade bei diesen, vielleicht dein Spiel variabler zu gestalten. Mal Bälle einzustreuen, die dein Gegner so von dir noch nicht kannte.

    Viel Erfolg!
  • Es gab 3 Spieler die sich nahezu nie über eigene, einfache Fehler aufgeregt haben: Björn Borg, Steffi Graf und Andre Agassi. Wenn man sich alte Videos anschaut, haben sich alle 3 sofort auf den nächsten Ballwechsel vorbereitet. Keine Regung im Gesicht, der Ball war "abgehakt". Kein Lamentieren. Kein "drüber nachdenken" warum der Punkt verloren ging. Habe dies immer sehr bewundert.
  • Hallo Jan,

    hervorragende Beispiele. Selbstverständlich gibt es auch eher emotionalere Spieler welche erfolgreich und großartig waren. Dennoch sollte nicht unterschätzt werden wie viel es bringen kann wenn man ruhig bleibt. Und konzentriert.

    Viele Grüße,
    Marco
  • Vielen vielen dank!
    Ich werde meine gedanken eben in den spielzug positiv verknüpfen probieren!!!
    Lg aus kärnten :)
    Sigi
  • Immer gerne ;-) Und viel Erfolg beim umsetzen. Und nicht die Nerven und die Hoffnung verlieren ;-)

    Viele Grüße,
    Marco
  • Zum thema angst zu verlieren

    Technisch bin ich vielen voraus, doch im match kann ich es nicht umsetzen.
    Es ist zum haareraufen!
    Bei einem match traue ich mich nicht durchziehen, sprich man hat immer wieder ANGST!?
    dann spiele ich oft den ball nur halbherzig, und er geht ins netz, oder der gegner hat im halfcourt leichtes spiel.
    Wie kann ich das ablegen?
    Bitte um hilfe, denn ich traue mich oft einem guten spieler nicht zu zeigen was ich drauf habe.

    Vielen dank, lg sigi
  • Hallo Sigi,

    vielen Dank zunächst für deinen ehrlichen Kommentar.

    Zu deiner Frage: Angst ist im Grunde genommen nichts weiteres als die VORSTELLUNG eines bestimmten Ereignisses in der Zukunft. Man macht sich also negative Gedanken über eine bestimmte Sache. Diese negativen Gedanken lösen schlechte und negative Empfindungen und Emotionen hervor.

    Was kannst Du nun dagegen tun?

    Es klingt so leicht, ist aber so schwer: NICHT an das Negative denken. Sondern stattdessen daran denken wie man dem Gegner einen Winner um die Ohren haut. Oder sich gedanklich ablenken.

    Aber auf keinen Fall darf man sich seiner Angst geschlagen geben. Denn dann gehen die Bälle weiterhin ins Netz. Es ist eine rein psychologische Sache. Deswegen muss man diese auch psychologisch angehen. Anders wird man keinerlei Veränderung auf dem Platz erleben.

    Den Kopf mit POSITIVEN Gedanken füllen, die Angst auf diese Weise abschütteln und diese Angst bringenden Situationen im Training so oft es möglich ist durchgehen.

    Viele Grüße ;-)

Was denkst du?

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