3 essentielle Dinge, welche du unbedingt über den Aufschlag wissen solltest

Achtung: Die folgenden Erläuterungen  und Angaben beziehen sich auf einen Rechtshänder. Für alle Linkshänder: Bitte umgekehrt denken 🙂

Ball hoch werfen und draufhauen.

Ist doch ganz einfach … Nein. Ist es eben nicht 😉 Der Aufschlag ist wesentlich komplexer als es auf den ersten Blick den Anschein macht.

Und er ist dazu auch wesentlich wichtiger für das eigene Spiel als man allgemein annehmen möchte. Viele verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, ob der eigene Aufschlag eine echte Schwäche oder eine wahre Stärke eines Spielers ist.

Vor allem der zweite Aufschlag, vielleicht einer der wichtigsten Schläge überhaupt im Tennis, steht sinnbildlich für die Qualität eines Tennisspielers.

Drei Dinge, welche du über deinen Aufschlag wissen solltest. Lass uns loslegen.

Der Aufschlag ist der einzige Schlag im Tennis, welcher ganz allein gespielt wird

„Wow Marco, welch Erkenntnis!“ wirst du jetzt vielleicht denken.

Aber trotzdem: Bei keinem anderen Schlag ist man mehr für das Ergebnis selbst verantwortlich. Hier gibt es keinerlei Einfluss des gegnerischen Spielers. Keinen Drall, keinen Schnitt welcher den Schlag beeinflussen könnte.

Du ganz alleine bist dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht dein Aufschlag ist. Du kannst also durch viel Training und „Feintuning“ dafür SELBST sorgen, dass dein Aufschlag eine Waffe wird. Es kann helfen, einen Trainingspartner zu Rate zu ziehen.

Dieser kann deinen Aufschlag analysieren und dir sagen, was du technisch vielleicht ändern solltest oder was du noch besser machen kannst.

Auch ein Spiegel kann dir helfen: Gehe Deine Aufschlagbewegung Stück für Stück vor einem Spiegel durch und schaue, wo es in der Technik noch weiteres Optimierungspotential gibt.

Die Geschwindigkeit des Aufschlages hat rein gar nichts mit Kraft zu tun

Technik ist der entscheidende Faktor beim Aufschlag. Nicht die Größe des Bizeps entscheidet über die Geschwindigkeit und Härte, sondern Schwung und Technik.

Wichtig ist die Bogenspannung nachdem der Ball die Hand zum Ballwurf verlassen hat. Dazu ist die Schnellkraft wie der Schläger aus dem Rücken zum Schlag kommt wichtig für einen schnellen Aufschlag.

Ebenfalls wichtig: Die Beine. Es gibt einige Spieler, welche kaum aus den Beinen kommen beim Aufschlag.

Andere wiederum setzen sehr viel Power aus den Beinen beim Aufschlag um. Würde ein Tennisprofi fünf Sätze lang nur mit reiner Muskelkraft servieren, würde ihm beim „Hand-Shake“ am Netz vermutlich der Arm abfallen.

 

Deswegen: Achte auf die Bogenspannung, versuche mehr aus den Beinen zu kommen und lege großen Wert auf den Teil des Aufschlages, welcher enorm wichtig ist: Das Zuschlagen aus dem Rücken heraus.

Der Ballwurf entscheidet über die Variation des Aufschlages

Mitte, ein Stück nach rechts. Ein Stück vielleicht zu weit nach links. Nach hinten … Welcher Wurf steht für welchen Aufschlag?

Gerade mittig: Lässt viele Variationen zu. Knallhart geschlagen oder aber auch mit Slice auf den Mann

Ein Stück nach rechts: Zumeist für einen Slice Aufschlag nach außen (auf der Einstandseite), kann aber auch als Täuschungsmanöver genutzt werden um durch die Mitte zu servieren. Häufig lässt sich beobachten, dass diese Art des Ballwurfes für einen Aufschlag mit Schnitt nach außen verwendet wird.

Ein wenig in den Rücken: „Safety first“. Für einen sicheren Kickaufschlag die beste und einfachste Variation des Ballwurfes. Wird oft für den zweiten Aufschlag genutzt um diesen sicher, aber auch nicht zu langsam zu spielen.

So. Und wenn du nun Roger Federer heißt, wirfst Du den Ball immer mittig und spielst alle Aufschlagvariationen mit einem einzigen Ballwurf 🙂

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8 Kommentare

  • Hallo Tennisexperten!
    Ich habe einen konstanten 1ten Aufschlag :die Quote ist ca.62%.
    Mein Problem besteht darin,dass die durchschnittliche Geschwindigkeit nur 171 kmh ist.
    Ich drehe ziemlich viel die Schulter,aber setze die Beine kaum ein und springe gar nicht.
    Allerdings habe ich gehört,dass das Springen kaum die Aufschlagsgeschwindigkeit beinflüsst.
    Ist das richtig?
  • Hey Andres,

    das Abspringen hat vielleicht nicht direkt etwas mit der Geschwindigkeit zu tun. Doch gibt dir das Arbeiten aus den Beinen heraus sehr wohl
    mehr Power für deinen Aufschlag. Es ist ja ein Unterschied, ob du einfach still stehen bleibst beim Aufschlag. Oder ob du die Power aus deinen Beinen
    nutzt, um dem Ballwurf entgegen zu gehen und alles in deinen Aufschlag reinzulegen.
    Was keinen Unterschied macht ist, wie hoch du springst. Zwei Zentimeter höher zu springen hebt einen Kanonenaufschlag nicht von einem Einwurf ab ;-)

    Viele Grüße,
    Marco
  • Hallo Marco!
    Wie bringe ich einem Anfänger den Slais bei.
    Gruß Dieter
  • Hallo Dieter!

    Ich möchte dir folgenden Tipp geben: Der Schläger sollte direkt in den Rücken genommen werden. Ziel für den Anfänger sollte es sein, den Ball möglichst nach rechts vom Kopf zu werfen. Wir gehen jetzt mal davon aus, dass der Spieler Rechtshänder ist ;-)

    Der Fokus sollte darauf liegen, den etwas nach rechts geworfenen Ball mit der Bespannung rechts außen zu schlagen. Wird der Ball "von hinten" geschlagen, so wird der Aufschlag eher gerade. Wird er von rechts getroffen, so bekommt er auch am anfang ein wenig Slice und somit auch die dafür richtige Richtung. Achte dabei bitte auch auf die Griffhaltung des Spielers. Diese sollte neutral sein, bzw. der Rückhandgriff.

    Nochmal in Stichpunkten:
    - Schläger im Rücken
    - Neutraler Griff
    - Ballwurf nach rechts versetzt
    - Ball rechts außen treffen

    Wenn du noch Fragen hast, meld dich!
    Marco
  • Dieter Rath
    März 15,2016
    Hallo Marco!
    Wie bringe ich einem Anfänger,den Rückhand Slais bei.
    Gruß Dieter

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