Spiel auf Sand Teil 3: Den Ball schnell machen

In meinem Newsletter wurden Anfang März alle Leser befragt, was ihr größtes Problem bei der bevorstehenden Umstellug auf Sand ist.

Leserin Simone antwortete folgendes:

Hallo Marco,

Ich schaffe es nicht den Ball auf der langsamen Asche schnell zu machen!

Wer bereits treuer Leser von tennis-insider.de ist weiß, dass es nicht einfach ist einen langsamen Ball schnell zu machen. Einen schnellen Ball hingegen noch schneller zu machen ist simpel.

Und genau dieses Szenario haben wir in der Halle, wenn auf einem schnellen Untergrund wie Teppich oder Granulat (so lange noch etwas vom Granulat über die Jahrzente übrig geblieben ist) gespielt wird. Der Ball ist eh schon schnell. Dementsprechend ist es einfach diesen Ball mit noch mehr Tempo zu spielen.

Auf Sand sieht es dann ganz anders aus. Wie du bereits in Teil 2 dieser Artikelserie nachlesen kannst – dort geht es um die veränderte Optik und Akustik.

Der Sand stoppt den geraden Ball nahezu. Der rote Untergrund, auf dem wir so gern rutschen, macht den Ball langsamer. Dazu kommt der Wettereinfluß.

Ist es seit drei Tagen sonnig und trocken, ist der Platz schneller. Regnete es hingegen den gesamten Tag und du willst am Abend spielen, ist der Platz weich und langsam.

 

Um den Ball auf Asche schnell zu machen, musst du einen wichtigen Faktor berücksichtigen:

  • deine Beinarbeit

Der Ball kommt nicht mehr so bequem auf dich zu. Du musst dem Ball mehr entgegengehen. Um ein ideales Timing zu gewinnen, musst du also aus deiner Komfortzone heraustreten und dich immer auf den Ball zu bewegen. Andernfalls triffst du den Ball unsauber, verlierst an Timing und kannst dann nur froh sein den Ball überhaupt zurückzuspielen.

Wenn du dem Ball stets ein paar Schritt auf die Pelle rückst, kannst du das vorgegebene Tempo des Balles mitnehmen. In der Halle musstest du dies nicht so offensiv tun. Dort war es bequemer, da der schnelle Untergrund dir sehr geholfen hat.

Bei deinen ersten Matches auf Sand aber bist du mehr gefordert – speziell deine Füße.

Doch Achtung

Laufe nicht auf Teufel komm raus zum Ball. Gehst du mit zu großen Schritten auf den Ball zu, wirst du nicht gut zum Schlag bereitstehen. Du wirst vielleicht zu eng am Körper spielen. Nutze deine Fähigkeit mit kleinen, schnellen Schritten zum Ball zu kommen.

Die Grundlinie muss nach einer Stunde so aussehen, als hättest du drei Stunden gespielt. Die Spuren auf der Asche verraten dir immer sehr gut, ob du dich gut bewegt hast – oder ob du zu faul warst.

In der Mitte hinter der Grundlinie müssen sich also viele Spuren befinden, die deine kleinen Schritte verraten. Wenn diese Spuren dann noch nach vorn in den Platz führen, wirst du ganz sicher den Ball auch auf einem sehr langsamen Ascheplatz schnell spielen können.

Merke dir also:

  • bewege dich zum Ball hin
  • schnelle, kleine Schritte
  • viel Beinarbeit

Das sind die Schlüssel zum schnellen Ball auf Sand.

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1 Kommentar

  • Was mach ich falsch ich bekomme immer einen slice zurück !

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