7 Gedankenspiele, die deine beidhändige Rückhand hinterfragen und dadurch verbessern werden

Sie ist wie ein kompliziertes Uhrwerk.

Ein Rädchen muss in das andere Greifen. Viele kleine, aber wichtige Bewegungen sind entscheidend für das Ergebnis. Und du willst ein gutes Ergebnis, einen guten Schlag.

Von vorn bis hinten muss alles passen. Fällt ein Rädchen aus, kann das Gesamtkonstrukt bereits nicht mehr so funktionieren, wie es eigentlich sollte.

Deine beidhändige Rückhand ist vielleicht auch dein schwächerer Grundschlag. Du fühlst dich bei ihr nicht so sicher, wie bei deiner Vorhand. Du verkrampfst mehr in deinen Bewegungen. Dir kommt die ganze Sache bei deiner beidhändigen Rückhand nicht rhythmisch vor.

Du hast ein gestörtes Verhältnis zu deiner Rückhand.

Lass uns sieben Gedankenspiele durchgehen. Diese werden dir helfen, ein besseres Verhältnis zu deiner beidhändigen Rückhand aufzubauen. Alles beginnt im Kopf – mit der Theorie. Hast du diese drin, musst du es auf dem Platz umsetzen.

Ist deine beidhändige Rückhand zu schwach?

Auch für die Praxis haben die folgenden, sieben Gedankenspiele etwas für dich parat.

#1 „Meine Rückhand ist nicht schwach. Sie hat nur ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft“

Wenn du mit dem festen Glauben auf den Platz gehst, dass deine Rückhand dein Schwachpunkt ist, dann wird sie es auch sein. Du gibst deiner beidhändigen Rückhand gar keine Chance. Wer keine Chance hat, kann sich auch nicht zeigen. Wenn du erst gar nicht zu einem Match antrittst, kannst du auch nicht wissen, wie es laufen würde.

Anstatt sich gedanklich auf das Problem zu fixieren, solltest du dich auf Lösungen spezialisieren.

Was uns direkt zum nächsten Gedankenspiel bringt.

#2 „Ich suche nach Lösungen – nicht nach Problemen“

Was man denkt, holt einen ein. Man zieht es förmlich an. Im Leben, aber auch auf dem Tennisplatz.

Fokussiere dich ausschließlich darauf, wie du eine bessere Rückhand spielen kannst. Verschwende im Gegenzug keinen Gedanken daran, wie schwach deine Rückhand eigentlich ist

Ist es die Beinarbeit zum Schlag hin, welche dir Probleme bereitet? Die Griffhaltung? Der Körperschwerpunkt? Das Timing? Die Ausholbewegung?

Bringe deine Gedanken auf den richtigen Weg. Auf den Weg der Lösungen.

#3 „Was ist das größte Problem bei meiner Rückhand?“

Um Lösungen zu finden, benötigst du einen Plan.

Ein Ziel, ohne Plan, ist nichts anderes als ein Wunsch.

Dein Plan kann simpel gestrickt sein. Oder auch verkopft. Wichtig ist, dass du diesen Plan durchschaust und ihn verstehst. Ein guter Plan ist es immer, mit dem größten Problem zu beginnen.

Oft sind es bei der beidhändigen Rückhand technische Aspekte, die dir im Weg zu einem besseren Schlag stehen. Lasse dich dazu von deinem Trainer, oder auch einem Mannschaftskollegen, genau beobachten.

Sag dieser Person, sie soll genau auf deine Bewegungsabläufe achten. Dann soll diese Person alles, was ihr negativ auffällt, auf einem Zettel festhalten.

Tadaaa.

Du hast anschließend einen ersten, echten Plan zur Lösung deiner Probleme bei der Rückhand. Und dies sogar schriftlich.

Stehst du richtig zur Rückhand?

#4 „Stelle ich mich richtig zum Ball?“

Du denkst, es sei nur wichtig, was du beim Schlag selbst tust?

Falsch.

Der Schlag beginnt weit vor dem Treffen des Balles. Du musst die Zeit davor nutzen, um dich bestmöglich vorzubereiten. Bei der beidhändigen Rückhand ist Timing das A und O.

Du hast wenig „Platz“, um eine schlechte Vorbereitung auf den Schlag  beim Schlag selbst wieder auszugleichen.

Du musst bestmöglich zum Ball stehen. Nur so kannst du den Ball früh, vor deinem Körper treffen. Ist dieses Szenario so gegeben, hast du volle Kontrolle über deine Rückhand. Bist du zu spät am Ball, wird sich dein Treffpunkt nach hinten verlagern.

Und du verlierst an Kontrolle.

#5 „Ist meine Ausholbewegung zu aufwendig?“

Der Tennissport wird immer schneller. Immer mehr Spieler können den Ball immer härter schlagen. Das Material der Schläger tut sein übriges dazu.

Zeit für aufwendige Ausholbewegungen? Bleibt eher nicht.

Nur durch Fortschritt wirst du dich als Tennisspieler verbessern können. Auch kleinste Veränderungen können einen Fortschritt für dich bedeuten. Die Ausholbewegung bei der beidhändigen Rückhand kann dein erster Fortschritt sein.

Siehe Novak Djokovic.

Der Serbe nimmt bei seiner Rückhand schlicht den Schläger, durch eine ebenfalls simple Drehung der Schulter samt Hüfte, zurück.

#6 „Kann ich meine Ausholbewegung optimieren?“

Bei der Vorhand, wie auch bei der Rückhand, kann die Ausholbewegung mit einer sogenannten „Schleife“ beginnen. Dabei wird der Schläger in einem recht hohen Bogen nach hinten genommen.

Hier können viele Fehlerquellen entstehen.

Hinterfrage dich, welche Ausholbewegung für dich die Beste ist. Nimmst du den Schläger ebenfalls als „Schleife“ zurück? Vielleicht kannst du diese Schleife ein wenig verkürzen.

Nimmst du den Schläger direkt nach hinten? Schau, ob du nicht deine Schulter- und Hüftdrehung verbessern kannst.

Was haben deine Hände mit der beidhändigen Rückhand zu tun?

#7 „Wie setze ich meine Hände ein?“

Wenn du Rechtshänder bist, spielst du den Großteil deiner beidhändigen Rückhand mit der linken Hand. Sie ist das Steuergerät deines Schlages. Deine rechte Hand arbeitet dabei für deine linke Hand. Sie hat eine unterstützende Aufgabe.

Doch hat dein rechtes Handgelenk eine entscheidende Funktion.

Dieses hat nämlich die Aufgabe, dass du gut unter den Ball kommst. Je besser du den Ball von unten spielen kannst, desto mehr Kontrolle, desto mehr Möglichkeiten hast du beim Schlag.

Durch das Abknicken des rechten Handgelenks fällt die Schlägerfläche nach unten.

Dieser „Mechanismus“ muss fest in deine beidhändige Rückhand integriert sein. Hierdurch ergibt sich für dich erst die Möglichkeit, gut mit der Schlägerfläche unter den Ball zu kommen.

Fazit

Du lernst aus diesem Artikel, dass du zunächst im Kopf bereit für Veränderungen sein musst.

Kontrolliere deine Ausholbewegung. Du hast jederzeit die Möglichkeit, diese zu verbessern, Änderungen vorzunehmen und einfach auszuprobieren. Nur wenn du viel probierst, kannst du auch viel verändern.

Überdenke die vielen technischen Aspekte.

Wie läufst du zum Ball? Wie stehst du? Kannst du deine Schulter- und Hüftbewegungen weiter verbessern? Wie setzt du das Handgelenk beim Schlag ein?

Frage. Lerne. Und setze es um.

 

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