Ist Tennis ein Sport der speziellen und besonderen Charaktere?

hmmm-44540_640Inspiriert zu diesem Artikel hat mich Andre Agassi. Leider nicht in einem persönlichen Gespräch 🙂 Aber durch sein Buch. In seinem lesbaren Werk welches den Titel „Open“ trägt äußert er Gedanken in eine bestimmte Richtung. In Tennismatches seien Tennisprofis einsam auf dem Platz, auf sich allein gestellt. Immer und immer wieder. In jedem Match. In jeder Spielsituation. Natürlich gibt es Einflüsse von außen wie das Publikum oder aber auch die Trainerbox samt Anhang. Doch die Entscheidungen auf dem Platz, in den wichtigen Ballwechseln und Spielsituationen, die muss ganz allein der Spieler selbst fällen. Und mit den Konsequenzen umgehen können. Positiv wie negativ.

Aus welchem Holz sind Spitzenspieler geschnitzt?

In kaum einer Sportart muss man alleine und selbständig so oft, so wichtige Entscheidungen treffen wie auf dem Tennisplatz. Sei es in Millisekunden während einem Ballwechsel. Auf der Bank beim Seitenwechsel. Oder bei 5:5 im entscheidenden Satz und 30:30 vor dem Aufschlag oder dem Return.

Auch vor oder nach einem Match ist der Tennisspieler, sei es nun Profi oder auch Hobbyspieler, mit seinen Gedanken für sich. Nur der Spieler selbst kann sich helfen, oder eben auch nicht.

Blickt man in die Vergangenheit und auf die großen Spieler im Tennis zurück, so fällt auf, dass es immer ganz spezielle Charaktere waren, welche dem Tennissport ihren ureigenen Stempel aufgedrückt haben.

Betrachten wir uns mal gemeinsam, wahllos von mir rausgepickt, einige große Namen des Tennissports und versuchen die verschiedenen Charaktere zu analysieren.

Let`s go!

John McEnroe

Wild, extrovertiert. Laut, fast schon rüpelhaft. Im Tennis ist es eine ungeschriebene Regel, dass das sogenannte „Ausrasten“ schlecht für das eigene Spiel sei. Das es einen selbst aus dem Rythmus bringt und den Gegner aufbaut. Man sollte McEnroe mal nach dieser These befragen 🙂



Andy Murray Outfit

Dieser kehrte sein inneres auf dem Platz nach außen. John McEnroe traf die für ihn wichtigen Entscheidungen in einem Tennismatch mit dem Herzen und mit seinen Emotionen in diesen Augenblicken. McEnroes Art und Weise, die wichtigen Entscheidungen auf dem Tennisplatz zu treffen waren für ihn richtig. Auch wenn diese so wohl in nur wenigen Tennisschulen gelehrt werden.

Sein Charakter auf dem Platz war ausschlaggebend für seinen Erfolg.

Stefan Edberg

Ruhig. Kühl. Überlegen. Fast schon emotionslos. Stefan Edberg ist das Paradoxon zu John McEnroe. Der Schwede war in früheren Jahren nicht nur mein Vorbild, sondern war dies mit Sicherheit auch für viele andere. Grund dafür könnte sein schlicht „vorbildhaftes“ Verhalten auf dem Tennisplatz sein.

Wie traf Edberg die wichtigen Entscheidungen in seinen Matches? Welche Charaktereigenschaft zeigte er auf dem Court?

Stefan Edberg kann als ein Stratege, ein Denker auf dem Tennisplatz bezeichnet werden. Er traf seine Entscheidungen in Ruhe. Sofern diese möglich war. Er wirkte in sich gekehrt und überlegt.

Egal wie stressig die Matchsituation auch war. Er versuchte diese stets mit Ruhe und einem kühlen Kopf zu lösen ohne dabei zu viel seiner eigentlichen Emotionen preiszugeben.

Sein Charakter auf dem Platz war ausschlaggebend für seinen Erfolg.

Roger Federer

Der vielleicht beste Tennisspieler aller Zeiten ist für mich eine kleine Mischung aus den beiden oben genannten Charakteren. Klar, Federer ist ruhig auf dem Tennisplatz. Allen voran bei negativen Spielgeschehnissen. Wobei dies ganz zu Beginn seiner Karriere auch ein wenig anders war 🙂

Doch kann Federer auch starke Emotionen nach wichtigen Punkten zeigen. Man merkt seinem Spiel an, in welcher mentalen Verfassung er sich gerade befindet. Man spürt, wenn er frei aufspielt und richtig Spaß auf dem Platz hat. Ebenso spürt man, wenn er angespannt, verunsichert und manchmal vielleicht auch etwas lustlos ist.

Roger Federers Charaktereigenschaften auf dem Tennsiplatz sind vielfältig. Er kann wichtige Entscheidungen mit Ruhe und Sorgfalt treffen. Auf der anderen Seiten versteht er es aber auch wie kein anderer Spieler, sich von einer Euphoriewelle tragen zu lassen. Eurosportkommentatoren bezeichnen diesen Vorgang als:

„Der FedExpress nimmt an Fahrt auf“.

Diese Mischung aus kühlem Verstand und vor allem positiven Emotionen machen Federer mental so stark. Zu seiner absoluten Glanzzeit, als er den Tennissport nach belieben dominierte, waren diese Charaktereigenschaften am stärksten ausgeprägt.

Sein Charakter auf dem Platz war ausschlaggebend für seinen Erfolg.

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