Evolution Roger Federer – Teil 1

federer-roddick-wimbledon-2003Der vielleicht beste Tennisspieler aller Zeiten spielt nun bereits (fast schon) über ein Jahrzent in der Weltspitze ganz ganz oben mit. In dieser Zeit haben sich nicht nur seine Gegner verändert. Auch sein Spiel, seine Technik. Roger Federer war und ist in Sachen Technik ein Spieler wie aus dem Bilderbuch.

 

Diese Technik hat sich mit ihm in diesen zehn Jahren weiterentwickelt. Zeit, sich diese Entwicklung mal ein wenig näher anzuschauen und zu analysieren.

Roger Federer 2003

Vor zehn Jahren sah das Spiel von Roger Federer noch ein wenig anders aus. Der Schwung bei der Vorhand, seine Aufschlagbewegung. Auch die Rückhand schlug er anno 2003 noch in einem anderen Stil.

Was er aber damals schon hatte: Diese katzenartigen, schnellen Bewegungen. Zu fast jedem Schlag konnte er sich perfekt stellen. Sein Talent machte dann manchmal schon fast was es wollte 😉 Dies ist vielleicht ein Punkt, weshalb er in den letzten Jahren seine Dominanz verlor: Er steht nicht mehr immer zu 100% richtig. Die vielen Schläge mit dem Rahmen könnten ein Indiz dafür sein.

Im Jahre 2003 war der Schwung bei Roger`s Vorhand noch wesentlich weiter. Er machte die berühmte „Schleife“ aufwendiger. Zu jener Zeit gab es noch nicht so viele Hardhitter wie heute. Klar, Andy Roddick hatte einen mächtigen Aufschlag. Aber im Ballwechsel selbst agierte auch Roddick mehr mit Spin.

Aufgrund dessen konnte Federer damals ohne Probleme eine aufwändigere Bewegung spielen.

Ebenfalls auffällig im Jahre 2003 war sein Returnspiel. Roger Federer ist daür bekannt, sehr nah an der Grundlinie zu stehen beim Return.

Selbst gegen starke Aufschläger wie Roddick tat er dies. Und das aus gutem Grund.

Durch sein gutes Auge und seine schnellen Reflexe war er in der Lage, die Aufschläge zu blocken. Dies gelang ihm selbstverständlich nicht immer. Doch konnte er auf diese Art und Weise seinen Gegner sofort in eine defensivere Position bringen. Ähnlich wie es heutzutage ein Novak Djokovic gegen Rafael Nadal tut.

Auch ein weiterer Punkt beim Returnspiel ist gleich geblieben: Der kurze Slice auf die T- Linie. Ein Schlag, welcher manchem Federer Fan wahrscheinlich überhaupt nicht gefällt 😉 Viele wünschen sich noch mehr Aggressivität von Federer beim Return. Dabei ist die Variante mit dem kurzen Ball gar nicht verkehrt.

Denn: Der Ball muss vom Gegner unterhalb der Netzkante gespielt werden und lockt meist den Gegner ans Netz. Unterhalb der Netzkante ist es schwierig, einen guten Angriffsschlag zu spielen. Vor allem in Wimbledon, wo der Ball noch flacher wegspringt.

Roger Federer`s Aufschlag 2003

Auch der Aufschlag war im Jahr 2003 technisch anders. Früher nahm Roger Federer den Schläger noch direkter und schneller nach hinten. Auch sein Ballwurf war einen Tick höher.

An dieser „alten“ Aufschlagbewegung lässt sich hervorragend erkennen was den Aufschlag von Federer so besonders gut macht:

Aufgrund der Bogenspannung und dem fast immer gleichen Ballwurf ist es für den Gegner so gut wie unmöglich zu erkennen, was passieren wird. Geht der Aufschlag von Federer glatt durch die Mitte? Mit Slice nach aussen? Mit Kick auf die Rückhand?

Deswegen sind die Aufschläge von Roger Federer schon früher für seine Gegner kaum zu lesen gewesen. Dies hat sich bis heute so gehalten, wobei er seine Aufschlagbewegung noch verfeinert hat im Laufe der Jahre.

Zum zweiten Teil der Reihe „Evolution Roger Federer“ hier klicken!

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