Wie du die Pausen beim Seitenwechsel effektiv für dich und dein Spiel nutzen kannst

Tief durchatmen. Sich von den letzten, anstrengenden Ballwechseln erholen.

Endlich sitzen, die Trinkflasche steht griffbereit und die kurze Erholungsphase beginnt. Soweit alles richtig. Doch die 90 Sekunden, die dir als Tennisspieler in diesen Pausen zur Verfügung stehen, kannst du produktiv für dich nutzen.

Viele Tennisspieler nutzen sie allerdings kontraproduktiv. Sie ärgern sich über ihre eigenen Fehler.

Sie lamentieren über die zu tief stehende Sonne oder den starken Rückenwind, der ihren Aufschlag permanent ins Aus pustet. Mit diesen durchweg negativen Gedanken füllen sie ihre Speicher während dem Seitenwechsel mit negativer Energie auf. Wie sich dies dann schlußendlich auf dem Platz äußern wird, versteht sich fast von alleine.

Nutze die Zeit

90 Sekunden pro Seitenwechsel stehen dir zur Verfügung. Nutze diese aus. Setze dich nicht einfach kurz hin, atme tief durch, trinke einen Schluck und gehe wieder zurück auf den Platz. Lass am besten deinem Gegner den Vortritt. 90 Sekunden können wertvolle Zeit für dich sein. Deswegen solltest du diese wertvoll nutzen. Beispielsweise kannst du über deine Taktik und die deines Gegners nachdenken.

Welche Schläge spielt dein Gegner äußerst gern?

Mit welchen Schlägen setzt er dich zumeist unter Druck?

Du kannst dir während der Seitenwechsel taktische Finessen zurecht legen. Bedenke: Bei jedem weiteren Seitenwechsel hast du mehr Informationen über deinen Gegner und über die aktuellen Umstände im Match in der Hand. Du lernst deinen Gegner während dem Match kennen. Und kannst bei jedem Seitenwechsel deine erworbenen Informationen verarbeiten.

Sei clever und smart

Einer der größten Fehler, den du beim Seitenwechsel machen kannst, ist dich ausschließlich mit dir und deinem eigenen Spiel zu befassen.

Du willst das Match gewinnen.

Du willst gut spielen. Dann musst du deinen Gegner kennen und wissen, wie du ihn besiegen kannst. Es bringt dir rein gar nichts, wenn du dich nur darauf fokussierst spektakuläre Winner zu spielen. Um deinen Gegner zu entschlüsseln, musst du genau wissen welche Stärken und Schwächen er hat. Und wie du ihm mit deiner Spielweise weh tun kannst.

Die beste Zeit, um solche Pläne zu schmieden, sind die Pausen zwischen den Seitenwechseln. Hier hast du die Ruhe, um ausschließlich deinen Kopf und deine Gedanken zu nutzen. Sicherlich, auch während dem Match kannst du wichtige Informationen verarbeiten. Doch musst du auf dem Platz spielerische und körperliche Leistung bringen.

Auf der Bank, beim Seitenwechsel, kannst du reflektieren und deine Gedanken sammeln und auswerten.

Strategische Umsetzung

Dein Matchplan nimmt von Seitenwechsel zu Seitenwechsel mehr Kontur an.

Dein Matchplan ist wie ein Bild, welches du malst. Du beginnst mit einer Skizze. Und mit der Zeit füllst du diese Skizze mit Farbe, mit deinen Ideen. Je mehr du über deinen Gegner in Erfahrung gebracht hast, desto besser kannst du dein Spiel dem Match und den Gegebenheiten anpassen.

Dein Gegner spielt beispielsweise extrem schnell, extrem gerade. Hat aber Probleme, aus dem Lauf heraus Kontrolle und Sicherheit in seine Schläge zu bringen. So kannst du dir während einem Seitenwechsel einen Plan machen, wie du deinen Gegner aus seiner Komfortzone locken kannst. Die strategische Umsetzung erfolgt anschließend auf dem Platz, durch Winkelspiel und einen kurzen Slice, welchen du unbequemerweise zwischendurch einstreust.

Auch wenn dir nicht immer alles gelingt und eine Umsetzung auf dem Platz mal scheitert.

Mache es dir zum Ritual, deine Pausen beim Seitenwechsel ab sofort effektiv zu nutzen. Um noch erfolgreicher in deinen Matches zu sein.

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