Wie du deine Vorbereitung auf ein Match umsetzt, um auf dem Platz dein persönlicher Held zu werden

Vorbereitung ist die halbe Miete.

Den Rest der Miete musst du anschließend auf dem Platz zahlen. Was bei der Restzahlung geschehen wird, darauf hast du wenig Einfluss. Auf die erste Anzahlung kannst du hingegen großen Einfluss nehmen.

Also los, lass uns den ersten Teil der Miete zusammen aufbringen und schauen, wie du bestens gerüstet in ein wichtiges Match gehst.

#1 Beschäftige dich nicht zu sehr mit deinem Gegner

Das Internet macht es möglich.

Du kannst so gut wie alles über deinen nächsten Gegner herausfinden. Dir seine Ergebnisse der letzten 22,5 Jahre anschauen. Quervergleiche ziehen, bis deine Pupillen Purzelbäume schlagen.

Was bringt dir das alles? Ganz genau: absolute Verunsicherung.

Es ist okay, wenn du weißt gegen wen du spielen wirst. Es ist besser, wenn du diesen Spieler tatsächlich real kennst. Es ist falsch, ein künstliches, virtuelles Bild von einem Spieler zu erschaffen, den du noch nie leibhaftig gesehen hast.

Konzentriere dich in diesen Fällen auf dich selbst. Verschwende keine Energie, indem du „Was wäre, wenn …“- Fragen ausspinnst und stundenlang grübelst.

#2 Pack deine Sachen frühzeitig zusammen

Wie? Sachen packen?

Ein unterschätzter Punkt bei der Vorbereitung ist der Faktor Material. Wenn du deine Materialien alle zusammen hast, kannst du diesen Punkt von deiner To-Do-Liste komplett streichen.

Dies ist psychologisch entlastend.

  • Kleidung
  • Trinken
  • Schläger
  • Griffbänder
  • Handtücher
  • Musik
  • Snacks
  • Ein Buch

Eine kleine Checkliste der Dinge, die dir die Vorbereitung auf ein wichtiges Match erleichtern. Ist alles frühzeitig an seinem vorgesehenen Platz, gehst du top vorbereitet in dein nächstes Match.

Material ist nicht alles. Aber dein Freund und Helfer.

#3 Körper und Geist in Schwung bringen

Momentum. Du kannst dich in einen Fluss bringen. Positiv, wie negativ. Ein negativer Fluss wäre, wenn du dich nicht vor dem Match aufwärmst und stattdessen grübelnd in der Ecke sitzt und darüber nachdenkst, warum du dieses Match nicht gewinnen wirst.

Das ideale Beispiel, um ein negatives Momentum zu erzeugen.

Um in einen positiven Fluss vor einem Match zu kommen, solltest du deinen Körper aufwärmen.

  • Seilchenspringen
  • Dehnen
  • Laufen
  • Trockenübungen der Grundschläge
  • Kurze Sprints

Einige Ideen, wie du deinen Körper in Schwung bringen kannst.

Doch was ist mit deinem Geist? Wie kannst du diesen für dein kommendes Match in Fahrt bringen?

Das mächtige Instrument der Visualisierung ist hier deine größte Waffe. Stelle dir bildlich, detailliert vor, wie du bestimmte Schläge im Match ausführen wirst.

Stelle dir so detailliert wie möglich vor, wie du …

… ein Ass durch die Mitte servierst
… eine Vorhand mit Topspin, Cross-Court spielst, die dein Gegner nicht mehr erreicht
… einen Stoppball gegen die Laufrichtung deines Gegner spielst und danach die Beckerfaust machst
… deinem Gegner nach einem Returnwinner einen prüfenden Blick zuwirfst
… nach dem letzten gespielten Ball die Glückwünsche deines Gegners zum Sieg entgegen nimmst

#4 Setze dir Ziele für das Match

Du stehst vor jedem Match an einem ganz bestimmten Punkt.

Du kannst gut in Form sein oder schlecht. Du kannst viel Vertrauen in deine Fähigkeiten haben – oder wenig. zuletzt kam die Vorhand nicht wie gewünscht. Doch die Quote bei deinem ersten Aufschlag war besser als je zuvor.

Setze dir, aus deiner aktuellen Position heraus, Ziele für dein nächstes Match.

  • Weniger leichte Fehler aus dem Halbfeld
  • Bessere Quote beim ersten Aufschlag
  • Mehr Netzangriffe
  • Weniger über sich selbst ärgern
  • Variabler spielen
  • Vermehrt mit Slice agieren

Greife dir zwei bis drei Ziele heraus. Nicht zu viele. Sonst verlierst du den Überblick. Verfolge diese Ziele während dem Match konsequent.

Auf diese Weise holst du dir einen roten Faden an Bord, welcher dich bei deiner Reise durch das Match stets begleiten wird und dir eine Richtung vorgibt.

Besonders, wenn es dann mal nicht gut läuft.

Schnapp dir die für dich wichtigsten Ideen aus diesem Artikel und optimiere ab sofort deine Matchorbereitung.

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4 Kommentare

  • Hallo,
    ich hab eben durch stöbern deinen Blog gefunden. Echt sehr interessant! :) Weiter so.
    Was mich selber interessieren würden, welche Ziele du dir akutell bei den Matches setzt? Bei mir sind es vor allem eine gute Aufschlagquote, konstante Rückhand und gute Beinarbeit.
    Gruß
  • Hey,

    danke für deinen Kommentar und Willkommen auf tennis-insider.de.

    Die wichtigsten Ziele sollten sein, dass der Ball halbhoch über das Netz fliegt und die Fehlerquote gering bleibt ;-)

    Viele Grüße,
    Marco
  • Sehr toller Artikel, aus welchem man einiges lernen kann, finde ich. Die Planung und Vorbereitung ist wichtiger, als es viele denken. Ich finde den Ansatz super, sich nicht zu sehr auf den Gegner zu fokussieren und zu recherchieren. Das kann einem einen mentalen Nachteil bringen, wenn man dadurch zu siegessicher wird, oder zu viel respekt hat. Und natürlich das Aufwärmen. Es ist elementar wichtig, komplett heiß und aufgewärmt in das Match zu starten. Wenn man erst während des Spiels warm wird, kann es einem schon wichtige Punkte gekostet haben.
    Weiter so!
  • Hey Marcus,

    es ist absolut richtig was du schreibst: Die Vorbereitung wird häufig massiv unterschätzt. Dabei ist es gerade die Vorbereitung, die großen Einfluss auf das spätere Ergebnis auf dem Court hat :-)

    Viele Grüße,
    Marco

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