Wie du den Vorhand Slice clever in dein Spiel integrieren kannst

„Der Vorhand Slice hat in Deinem Spiel nichts verloren“

Dieser Satz wurde mir früher, allen voran im Leistungszentrum in Meinerzhagen, immer wieder gepredigt. Und tatsächlich: Der Vorhand Slice ist kein Schlag, welchen man fest in seinem Schlagrepertoire haben sollte. Und nein, man sollte ihn auch nicht ohne „Strategie“ anwenden.

Aber: Es gibt Situationen im Spiel, in welchen der Vorhand Slice sinnvoll ist und Du dir echte Vorteile verschaffen kannst.

Das Wichtigste zuerst.

Der Vorhand Slice ist ausschließlich für clevere Spieler gedacht. Das Einsetzen dieses Schlages muss intuitiv geschehen und der Spielsituation angepasst sein.

Alles andere macht keinen Sinn. Ein Vorhand Slice mitten im Ballwechsel, während einem Vorhandcross-Duell, ist Schwachsinn.

Der Vorhand Slice ist ein taktischer Schlag. Und muss dementsprechend clever eingesetzt werden.

Schauen wir uns die Spielsituationen an, in denen dieser Schlag clever ist.

Notschlag – Zurück in den Ballwechsel kommen

Als sogenannter Notschlag eignet sich der Vorhand Slice ideal. Warum? Richtig gespielt, kann uns der Vorhand Slice wieder zurück in den Ballwechsel bringen. Halbhoch gespielt, bringt uns der Vorhand Slice wertvolle Zeit, um wieder in eine bessere Position an der Grundlinie zu kommen.

Wichtig hierbei ist, dem Vorhand Slice genügend Schnitt mitzugeben. Dadurch wird der Schlag noch langsamer, wir haben noch mehr Zeit uns wieder zu positionieren und: Unser Gegner bekommt einen Ball, welcher für ihn nicht allzu leicht zu spielen ist. Der Absprung ist flacher, durch die starke Rotation des Balles muss unser Gegner gut zum Ball stehen und einen idealen Treffpunkt finden.

Durch diesen in Anführungszeichen „Notschlag“ können wir unseren Gegner also zugleich eine Aufgabe stellen welche er erst einmal lösen muss.

Das Wort Notschlag ist an dieser Stelle wörtlich zu nehmen. Sollten wir aus unserer Defensive noch die Möglichkeit haben Topspin oder einen anderen Ball zu spielen, so sollten wir auf diesen Notschlag verzichten.

Stoppball angetäuscht – Doch nicht

Die zweite Spielsituation, in welcher der Vorhand Slice clever eingesetzt werden kann, ist der Stoppball welcher eigentlich keiner ist. Hier wird der Stoppball offensichtlich und bewusst angetäuscht. Sobald erkannt wird, dass der Gegner bereits nach vorn läuft, wird der Schlag abgewandelt und lag in eine Ecke „geschoben“. Für diese Spielvariation, welche im übrigen von Roger Federer teilweise etwas übertrieben wird, eignet sich der Vorhand Slice optimal. Zum einen müssen wir was die Griffhaltung betrifft nicht umgreifen. Zum anderen wird durch den Slice die Fehleranfälligkeit minimiert. Ein gerade Schlag oder auch ein Topspin hätten nicht nur ein schnelles ändern der Griffhaltung zufolge.

Auch ist aus dieser recht speziellen Spielsituation heraus ist ein schnellerer Schlag riskanter. Mit ein wenig Ballgefühl lässt sich mit dem Vorhand Slice somit ein cleverer und taktisch kluger Ball spielen, ohne dabei zu viel Risiko in Kauf zu nehmen.

Apropos Vorhand Slice.

Auch bei einem gewollten Stoppball empfiehlt es sich dem Stopp ein wenig Schnitt mitzugeben. Sollte der Stoppball nicht ideal gelingen, so wird den Slice der Schlag für Deinen Gegner wesentlich unangenehmer.

Kennst Du vielleicht noch weitere Spielsituationen, bei denen Du einen Vorhand Slice gerne spielst?

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