Wie spielt man gegen Bringer, wenn man keinen Volley kann?

Wo die Pferde versagen, schaffen es die Esel

Kennst du sie?

Die „Alles-zurück-Bringer“?

Die, die keinen Fehler machen? Die, die einfach nur die Kugel ins Feld schieben?

Lang, halbhoch, fast vollständig ohne eigene Fehler. Dies kann einen selbst zur absoluten Verzweiflung bringen.

Man wird wütend und riskiert selbst immer mehr bei den eigenen Schlägen. Und gibt im Endeffekt das Match aus der Hand. Gegen einen Gegner, von dem man hinterher dann sagt:

Eigentlich kann der ja nicht viel. Spielerisch bin ich der wesentlich Bessere

Vor allem, wenn man selbst nicht die Qualität besitzt den Punkt am Netz zu beenden, ist die Aufgabe gegen eine solche „Ballwand“ extrem schwierig.

Schauen wir mal, wie man sich am besten verhält, wenn es gegen eine „Ballwand“ geht.

Ruhe bewahren und den Bringer entlarven

Selbstverständlich hat Dein Gegner nicht bevor das Match beginnt schon „Ballwand“ auf seinem Shirt stehen. Wenn Du in den ersten Games merkst, dass sich auf der Gegenseite eine „Ballwand“ befindet, solltest Du sofort Dein eigenes Spiel, Deinen eigentlichen „Matchplan“, überdenken und anpassen.

Denn im Laufe des Spiels wird sich das Match so gestalten, dass Du das Spiel machen musst.

Du wirst kaum Möglichkeiten zum reagieren bekommen. Vielmehr bist Du in der Position zu agieren

Dieses Agieren ist wesentlich schwieriger als man zunächst annehmen mag.

Allen voran, wenn auf der anderen Seite des Netzes eine „Ballwand“ steht. Das Ziel Deiner Taktik kann gegen einen Bringer verschieden sein.

Folgendes solltest Du grundsätzlich beachten:

  • Verschenke nicht zu viele Punkte
  • Bleibe ruhig und klar im Kopf. Auch bei Eigenfehlern
  • Spiele Punkt für Punkt

Gegen Bringer ist erhöhte Konzentration gefordert. Es ist leicht, sich gegen eine solche Spielweise aus dem Tritt bringen zu lassen, Fehler über Fehler zu machen und das Match sang- und klanglos zu verlieren.

Aber „leicht“ wollen wir ja nicht, korrekt?! 😉

Taktische Elemente gegen Bringer

Du musst stets bestrebt sein, in den Ballwechseln eine bestimmte Zielposition einzunehmen um agieren zu können. Agieren ist stets mit einem Grundrisiko verbunden, leichte Fehler zu machen.

Dem kann man vorbeugen, indem man seine Zielposition auf dem Platz ändert. Von weit hinter der Grundlinie Dampf zu machen ist mit weitaus höherem Risiko verbunden, als wenn man sich näher an die Grundlinie orientiert. Deswegen solltest Du den Weg ins Feld während der Ballwechsel suchen.

Das weitere Vorgehen erfordert Disziplin.

Geduld. Und spielerische Qualität.

Denn:

Mit „Hau-drauf“- Taktiken werden wir gegen eine „Ballwand“ nicht gewinnen. Keine Chance. Wir müssen unseren Spielverstand einschalten. Taktisch spielen. Smart sein

Dies gelingt uns, wenn wir unser Risiko bewusst einsetzen und mehr mit Topspinschlägen agieren. Spin ist ein enorm wichtiger Faktor. Mit diesem können wir den Gegner aus dem Feld treiben, ihn laufen lassen und Punkte vorbereiten. Durch die richtigen Topspinschläge können wir einen Punkt behutsam aufbauen und mit einem Winner abschliessen, ohne unnötiges Risiko gehen zu müssen.

Bewege deinen Gegner

Gehen wir nun noch ein Stück weiter rein in die Taktik gegen eine „Ballwand“.

Wir müssen also:

  • Von der Grundlinie agieren
  • Ruhig bleiben
  • Mehr mit Topspin spielen
  • Unsere Zielposition finden

Nun kommen wir zur Art Meisterprüfung.

Die Lösung, gegen eine „Ballwand“ zu gewinnen liegt darin, diese an der Grundlinie zu bewegen und in die Position zu kommen, gegen den Lauf spielen zu können.

Als prominentes Beispiel kann hier Rafael Nadal dienen.

Nur wer es (allen voran auf Sand) schafft ihn zu bewegen, wenig Fehler zu machen und schnell gegen seine Laufrichtung zu spielen, hat eine Chance auf einen Sieg gegen ihn.

Wenn wir dies jetzt auf die „bürgerliche Spielklasse“ herunterbrechen bedeutet dies: Wir müssen uns durch unsere Topspinschläge rechts und links, durch das Bewegen lassen des Gegner in eine Position bringen, in welcher wir möglichst schnell gegen den Lauf des Gegners spielen können.

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