Im Interview: Tim Puetz

tim-puetzTim Puetz spielte in diesem Jahr sein bestes Jahr auf der Challenger Tour. Vor allem zum Ende dieser langen Tennissaison 2013 spielte er einige hervorragende Matches und konnte dabei äußerst gute Ergebnisse erzielen. Das Jahr 2013 wird Tim auf Weltranglistenposition 235 beenden, allerdings mit einer klaren Tendenz nach oben. Seine Zielsetzung für 2014 lautet daher auch vollkommen zurecht die Top 200 der Weltrangliste anzugreifen.

Kuriose Popularität erlangte Tim dieses jahr bei den US Open. Dort verlor er einen sogenannten Golden Set (ein Satz, indem einer der Spieler keinen Punkt gewinnt). Sein anschließender, humorvoller Umgang mit diesem für ihn alles anderen als „goldenen Satz“ brachte ihm vor allem in den sozialen Medien einige Sympathien ein.

Für tennis-insider.de nahm er sich Zeit um einige Fragen zu beantworten …

Tim Puetz im Interview mit tennis-insider.de:

Welche drei Dinge würdest Du mit auf eine einsame Insel nehmen?

Erstens Paul, unseren chaotischen Hund. Zweitens eine Sonnenbrille. Und drittens einen Hubschrauber um von der Insel wieder wegzukommen.

Welchen Film hast Du zuletzt im Kino geschaut?

Paulette – Grauenvoller Film!

Wie sieht Deine Turnierplanung für ein Jahr aus? Planst Du zu Beginn des Jahres genau, welche Turniere Du spielen willst oder werden die Pläne spontaner während der Saison gemacht?

Ich versuche Turniere immer mindestens 2 Monate im voraus zu planen, wobei dies auch deutlich länger sein kann. Ich habe zum Beispiel einen genauen Turnierplan (vorausgesetzt ich verletze mich nicht), der bis Ende Februar steht.

Darüber hinaus weiss ich ungefähr, welche Turniere ich im März und April spielen will, allerdings werden diese erst im Januar/Februar fest geplant, da in der Zwischenzeit einfach noch zu viel dazwischen kommen kann.

Info: Tim hatte im Jahr 2013 eine sehr positive Matchbilanz: 38:20

Abseits des Tennisplatzes: Wie kannst Du Dich am besten vom Tennis ablenken, welche Hobbies verfolgst Du neben dem Tenniscourt?

Am liebsten treffe ich mich mit Freunden, die ich sonst nicht sehr oft sehe. Es tut gut mal daheim zu sein und ein „normales“ Leben zu führen ohne Flüge, Hotels, Verträge, etc. Auf Turnieren bin ich eh sehr viel alleine und kann dabei vielen Hobbies wie z.B. Lesen oder Musik hören nachgehen.

Wenn ich dann mal zu Hause bin, geht’s mir daher am besten in Gesellschaft von Freunden, da mir das bei den vielen Tennisreisen auch am meisten fehlt.


Du hast zwischen 2007 und 2011 so gut wie gar nicht auf der Challenger oder Futuretour gespielt. Welche Gründe hatte dies?

Ich habe von Januar 2008 bis Mai 2012 in den USA mit einem Tennisstipendium studiert und hatte daher nicht die Gelegenheit ATP Turniere zu spielen.

Seit 2012 zeigt Deine Leistungskurve ganz eindeutig nach oben. Welche Ziele hast Du Dir für das Jahr 2014 gesteckt? Gibt es eine bestimmte Weltranglistenposition, welche Du Dir vorgenommen hast?

Mein Ziel für 2014 ist in erster Linie, mich weiter zu verbessern. Dies mit einer Ranglistenposition zu beziffern finde ich immer recht schwierig.

Allerdings sollte sich meine Ranglistenposition schon auch zusammen mit meinem Spiel verbessern. Ich hoffe, dass ich mich 2014 unter den Top 200 etablieren kann.

Info: 2013 konnte Tim drei Futureturniere gewinnen!

Welche Idole hattest Du in Deiner Kindheit? Dies müssen nicht zwingend Tennisspieler sein. Gab es dort auch andere Charaktere welche Dich begeistert haben in Deinen jungen Jahren?

Puhh, ich hatte viele Idole in vielen verschiedenen Sportarten, da ich als Kind und Jugendlicher auch sehr viele Sportarten selber betrieben habe. Zuallererst fällt mir da Michael Johnson ein, weil er damals so dominant war. Oli Kahn fand ich als Kind auch spitze, obwohl ich mir da heute ab und zu an den Kopf greifen muss wenn ich daran zurückdenke. Und mein Tennisidol war eindeutig Stefan Edberg, den finde ich bis heute immernoch gut.

Welche Bereiche in Deinem Spiel willst Du jetzt in der Vorbereitungtim-puetz-aktion auf die neue Saison unbedingt verbessern um das Jahr 2014 noch erfolgreicher zu gestalten?

Das grösste Augenmerk liegt auf der Kondition. Klar versuche ich auch den ein oder anderen tennisspezifischen Bereich zu verbessern, aber vorallem hoffe ich, dass ich 2014 fitter sein kann als dieses Jahr.

Wenn Novak Djokovic gegen Rafael Nadal spielt: Wem drückst Du die Daumen und warum?

Nadal. Ich bin (und war’s auch noch nie) kein grosser Djokovic Fan. Inzwischen kann ich ihn besser leiden als früher, aber die Tatsache, dass er früher so oft aufgegeben hat und so viele Schläger zerhackt hat und sich das ein oder andere Mal wirklich daneben benommen hat, habe ich nicht vergessen.

Dein Golden Set gegen Julian Reister in der ersten Qualirunde bei den US Open hat ganz schön die Runde gemacht. Du hast es im nachhinein sehr mit Humor genommen. Aber wie war es während diesem Satz? Gingen Dir bei 5:0 schon diese merkwürdigen „Oh Mist, ich habe noch keinen Punkt gemacht“- Gedanken durch den Kopf?

Ja da hab ich den Vogel abgeschossen in New York. Das erste mal ist es mir beim Seitenwechsel bei 0-3 bewusst geworden, dass ich noch keinen Punkt gewonnen hatte. Allerdings hatte ich nicht wirklich Angst, den Satz zu null zu verlieren.

Ich hatte viel mehr Angst davor im nächsten Moment bei meinem ersten Grand Slam Turnier mit einem Ganzkörperkrampf umzufallen und dann vom Platz getragen werden zu müssen. Viel mehr ging mir ehrlich gesagt im gesamten dritten Satz nicht durch den Kopf.

Ich war körperlich so am Ende, dass mir der Ausgang des Matches sehr egal war.

Ich bedanke mich bei Tim Puetz für den sehr netten Kontakt und wünsche ihm für das Jahr 2014 vor allem Gesundheit und sportlichen Erfolg!

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