Cilic gewinnt die US Open 2014

„Eintagsfliege“ oder Bestätigung eines Trends?

Ehrlich gesagt, hat mich Cilic total überrascht! Hätte Thiem gegen Berdych gewonnen (davon war er allerdings weit entfernt), hätte ich den Sieger aus Simon/Cilic als „gutes Los“ für ein Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier betrachtet. Noch dazu wo Simon Favorit gegen Cilic war und die anderen Partien Djokovic/Murray, Federer/Monfils und Wawrinka/Nishikori lauteten. Dass Cilic nach seinem ersten (!) Sieg gegen Simon buchstäblich „explodiert“, Berdych wegputzt und danach zum Gewinn der US Open durchmarschiert, kam sicher für viele und wahrscheinlich auch für ihn selbst unerwartet!

Zwei neue Grand-Slam-Sieger 2014

Für mich war der Erfolg von Wawrinka in Australien logischer und eher zu erwarten als der von Cilic bei den US Open. Wawrinka hatte bei den großen Turnieren schon mehrmals „angeklopft“. Nur konnte Wawrinka dann den Erfolg im Verlauf der Saison nicht bestätigen. Im Gegenteil, er schien ihn eher sogar zu belasten.

Cilics Sieg war aus meiner Sicht überhaupt nicht vorhersehbar! Mal schauen, was dieser Erfolg mit ihm macht! Ein toller Erfolg, aber „eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – und auch keinen Seriensieger!“ Erst die kommenden Turniere, idealerweise die Australian Open werden uns mehr Aufschluss geben!

Cilic vs. Wawrinka

Die Frage, ob sich der Grand-Slam-Sieg bei Cilic positiver auswirken wird als bei Wawrinka, kann also vorerst nur hypothetisch beantwortet werden. Cilic ist ähnlich ruhig wie Wawrinka, nur Wawrinka erscheint mir introvertierter, nachdenklicher, sensibler. Cilic hat möglicherweise einen Mentalitätsvorteil und profitiert ganz sicher von der Erfahrung, dem Charakter und Vorbild seines Mentors und nun auch Coaches Goran Ivanisevic!

Wawrinka stand lange, vielleicht zu lange im Schatten von Federer. Der Sieg bei den Australian Open hätte Wawrinka befreien können. Aber er war an die Rolle des „Schattenmannes“ gewönnt und auf die Veränderungen, nun auch im Scheinwerfer zu stehen, nicht vorbereitet!

Bei Cilic ist das anders. Seine Position im kroatischen Tennis war eine unbelastete. Damit hatte Cilic günstigere Voraussetzungen, sich freier zu entwickeln. Die Dopingsperre hatte, im Nachhinein betrachtet, sogar was Gutes. Die damit verbundene Pause hat Cilic jäh aus der Routine der ATP-Tour herausgerissen und einen „Jetzt-erst-recht-Effekt“ in ihm ausgelöst! Und er hat die Zeit optimal genützt. Noch härtere Arbeit im Training, eine offensivere Spielanlage, größere Selbstsicherheit und physische Präsenz am Platz zeichnen den „neuen Cilic“ aus!

„Big Four“

Die „Big Four“, die sich die Grand-Slam-Titel untereinander ausmachen, gibt es ohnehin seit heuer nicht mehr! Warum? Nadal ist immer häufiger verletzt und nicht mehr unantastbar, Djokovic nicht mehr so konstant und hat ebenso seine Wehwehchen, Federer, obwohl gut wie schon lange nicht, wird nicht jünger und Murray kämpft seit seiner Verletzung um den Anschluss an die absolute Spitze.

Wawrinka, Cilic und Nishikori haben gezeigt, wie’s geht. Nächstes Jahr können die Top 12 um die großen Titel spielen. Vielleicht wird es die eine oder andere Überraschung geben? Wir können uns freuen! 2015 wird spannend werden!

Herzliche Grüße aus Wien!

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