Kopf schlägt Körper – Wenn man bereits vor dem Match verloren hat

Es passiert immer wieder.

Und wieder.

Und wieder.

Zu Beginn des Matches fühlt man sich immer gut. Körperlich. Mental. Ist voll auf der Höhe und hat sie noch. Die richtige Einstellung.

„Glaub an Dich. Vertrau in Deine Schläge“

„Auch wenn es zuletzt nicht so gut lief. Heute machst Du es besser“

Doch ist ein Tennismatch nicht nur körperlich herausfordernd. Die eigentliche Prüfung, die Entscheidung über Sieg oder Niederlage fällt der Kopf.

Vielmehr: Die eigenen Gedanken!

Ein Tennismatch ist eine Reise durch die unterschiedlichsten Gefühlsebenen. In teilweise berauschender Geschwindigkeit muss mit unterschiedlichsten Emotionen verhandelt werden. Es ist wichtig und vielleicht entscheidend, wie man auf diese unterschiedlichen Gefühle reagiert. Lässt man sich von den negativen Gefühlen mehr beeinflussen? Oder gibt man den positiven Aspekten das Vertrauen in die Hand? Leider ist es meist schwieriger aus einem negativen Sumpf empor zu klettern, als auf einer perfekten Welle weiter zu reiten.

Kann ein Spieler das überhaupt beeinflussen? Oder muss er sich diesen Emotionen hingeben?

Alles um einen Spieler herum spielt eine Rolle. Alles. Sei es das Umfeld. Das Training vor dem Match. Das aktuelle Verhältnis zum eventuellen Beziehungspartner. Streit oder Ärger mit dem besten Freund. Einfach alles was unsere Emotionen berührt und beeinflusst.

In Bezug auf diese Umstände kann man nicht sagen: „Ach, diese Sache ist zwar so oder so. Aber das macht ja nichts!“

ALLES hat einen Einfluss. Und alles ist wichtig. Es ist entscheidend mit allem richtig umgehen zu können. Bekommt man das nicht in einem bestimmten Rahmen hin, schlägt der Kopf den Körper. Und man hat bereits vor einem Match die wesentlich schlechteren Karten in den eigenen Händen.

Momentum

Der Begriff Momentum wird recht häufig von Kommentatoren im TV benutzt.

„Novak Djokovic hat jetzt das Momentum auf seiner Seite“.

Welcher Tennisfan hat diesen Satz noch nicht gehört? 😉

Doch lass uns gemeinsam diesen Begriff einmal weiter ausdehnen. Beziehungsweise zweckentfremden. Denn ein Momentum kann im umgangssprachlichen Sinne auch eine äußerst zutreffende Beschreibung für den mentalen Zustand eines Spielers über einen längeren Zeitraum sein.

Wenn sich das Momentum gegen einen verschworen hat.

Was kann man nun machen? Oder besser gefragt: Was sollte man jetzt nicht tun?

Ein weiser Mann sagte einmal sinngemäß:

„Wahnsinn ist, mit derselben Einstellung und demselben Elan mehr erreichen zu wollen als vorher“.

Wenn es also auf dem Tennisplatz nicht läuft, unser Kopf den Körper schlägt und bereits vor dem Match so gut wie alles gelaufen scheint, dann muss nicht etwa die Griffhaltung oder der Ballwurf beim Aufschlag geändert werden.

Sondern die Gedanken.

Der mentale Aspekt wird allzu häufig komplett außer Acht gelassen. Aber dort befindet sich ein Vorteil den wir oft nicht sehen. Weil es schwer ist vor lauter Bäumen den Wald zu entdecken.

Wenn wir mit einer negativen Einstellung auf den Platz gehen und verlieren, können auch wir beim nächsten Match etwas daran ändern. Wir sind der Ursprung des Problems. Deswegen sind auch wir die Lösung.

Ja, diese Redewendung ist nicht neu.

Doch ist sie so hilfreich, einleuchtend und wahr das sie gut an diese Stelle passt.

Was ist das Ende vom Lied?

Gerade dann, wenn es überhaupt nicht läuft. Wenn sämtliche Schläge das eine, kleine Stück ins Aus gehen. Wenn bei 4:4 und 30:30 uns der Fehler aufgrund der eigenen, hausgemachten Verunsicherung unterläuft, wenn wir den Glauben und das Vertrauen in unsere Schläge verloren haben.

Genau dann sollten wir unsere eigenen Gedanken hinterfragen. Unsere Einstellung in diesen Spielsituationen. Um gegenlenken zu können. Um aus unseren Fehlern, nicht nur spielerisch, sondern auch mental zu lernen.

Immer wieder.

Und wieder.

Und wieder.

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