Taktikfuchs: Serve and Volley

Die aussterbende Spielart welche einige große Tennisspieler hevorgebracht hat: Serve and Volley. Der Sturm nach vorne. Die ultimative Waffe vor allem in Wimbledon.

Wenn man von Serve and Volley spricht gibt es einen Namen, den man damit in Verbindung bringen MUSS: Stefan Edberg.

Der Schwede kannte in seiner aktiven Zeit als Spieler nur den Weg nach vorne. Dies machte ihm in Wimbledon und bei anderen schnellen Belägen brandgefährlich und erfolgreich. Auf Sand hingegen lief er mit seiner Spielweise oft ins leere.

Serve and Volley

Serve and Volley bedeutet übersetzt: Aufschlag und Volley. Es geht also direkt nach dem Aufschlag ans Netz. Dies setzt den Gegner direkt mit dem Return unter Druck. Ist der Return zu schwach, zu hoch oder nicht präzise genug, hat der Serve and Volley Spieler leichtes Spiel.

Doch warum wird in der hiesigen Generation kaum noch Serve and Volley gespielt? Trotz der vielen starken Aufschläger?

Der Tod von Serve and Volley

Mit Radek Stepanek gibt es wohl nur noch einen der in der erweiterten Weltspitze sich dem Serve and Volley bedient. Wenn man seine Spiele von vor 5 Jahren heranzieht lässt sich allerdings auch im Falle von Stepanek sagen: Auch er bleibt nun öfters an der Grundlinie und versucht den Punkt von dort aufzubauen.

Die Begründung ist im ersten Moment recht simpel: Die heutige Spielergeneration lässt Serve and Volley Spielern keine Chance. Und was ebenfalls hinzu kommt: Die Spieler werden seit einigen Jahren einfach anders ausgebildet und trainiert. Der Fokus liegt mehr an der Grundlinie, auf den einzelnen Schlägen von der Grundlinie.

Dadurch sind enorm gute Returnspieler entstanden. Den vielleicht besten Return spielt zur Zeit Novak Djokovic. Gegen ihn Serve and Volley zu spielen und sein heil am Netz zu suchen erscheint unmöglich.

Ebenfalls ist festzustellen, dass der Return mittlerweile von weit hinter der Grundlinie gespielt wird. Dies lässt dem Returnspieler vor allem beim zweiten Aufschlag mehr Zeit den Gegner auszugucken.

Ein weiterer Punkt weswegen Serve and Volley ausstirbt sind die Plätze. Wie Roger Federer schon öfters erwähnt hat, sind die Plätze mit der Zeit wesentlich langsamer geworden.

Für den Zuschauer macht sich das vor allem in Wimbledon deutlich. Vor allem der Center Court scheint sichtlich langsamer geworden zu sein mit den Jahren. Die Veranstalter möchten wahrscheinlich attraktiveres Tennis bieten und längere Ballwechsel.

Doch wird es auf diese Weise kaum ein Serve and Volley Spieler weit schaffen …

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