3 Dinge, welche sich jeder Tennisspieler von Dominic Thiem abschauen kann

Jung. Talentiert. Bodenständig. Spektakulär.

Er gilt zurecht als eines der größten Talente im Welttennis. Obwohl er noch gar nicht so lange auf der Tour mit dabei ist. Sein Name hat sich bereits etabliert und eingeprägt. Seine einhändige Rückhand ist sein Markenzeichen. Und seine hervorragenden Ergebnisse, trotz seines jungen Alters, haben aufhorchen lassen.

Da können wir uns doch sicherlich etwas von abschauen, oder nicht?!

Und zwar drei Dinge aus drei verschiedenen Bereichen:

  • Technik
  • Psyche
  • Entwicklung

Lass uns keine Zeit verlieren. Beginnen wir sofort mit der Technik.

1. Den Schlagarm „fliegen lassen“

Kennst Du es: Wenn Du in einem Ballwechsel so viel Kraft in Deine Schläge legst das Du nach dem Ballwechsel komplett im Eimer bist? Selbst Dein letzter Umzug war nicht so anstrengend wie einer dieser Ballwechsel.

Dann lies jetzt unbedingt weiter.

Besonders auffällig ist es bei der Rückhand. Aber auch bei der Vorhand zeigt Dominic Thiem, was das Fundament für sein besonderes Potential ist: Die Technik.

Es sieht nicht nur gut aus. Es macht nicht nur Spaß anzuschauen. Wir können auch gleichzeitig davon lernen. Tennis wird nicht mit Kraft gespielt. Sondern mit Schwung. Vergiß das Thema Kraft mal komplett. Ein großer Bizeps macht keine harte Vorhand.

Ich gehe jede Wette ein: Dominic Thiem spielt eine wesentlich schnellere Vorhand als Dwayne „The Rock“ Johnson sie jemals spielen könnte.

Warum? Technik! Weil Dominic den Schlagarm fliegen lässt. Mit dem Unterkörper und der Hüfte arbeitet.

Ja: Es sieht in manchen Momenten so aus als würde er komplett ohne Kraft spielen.

Wie oft erwischen wir uns dabei, wenn wir viel zu sehr mit Kraft als mit Schwung spielen? Durch das richtige Zusammenspiel aus Beine, Hüfte, Schulter und Schlagarm können wir Kräfte sparen.

Dominic Thiem praktiziert dies auf vorbildliche Art und Weise. Allen voran mit seiner Rückhand, welche für mich zu den besten der Welt gehört. Hier lässt er den Arm durch den Ball fliegen. Ohne Kraft.

Merken wir uns: Mehr Schwung, weniger Kraft. Besseres Tennis.

2. Auf dem Boden bleiben

Du hast gerade gegen einen Spieler der drei LK-Klassen höher eingestuft war gewonnen. Du klopfst Dir imaginär, während der Arbeitszeit, in Gedanken verloren alle sieben Minuten auf die Schulter. Du fühlst Dich so, als könntest Du ab nächster Woche die ITF-Tour angreifen.

Ohne durch die Quali zu müssen.

Und verlierst anschließend Deine nächsten Matches und fragst Dich, welcher Regisseur urplötzlich den Stuhl von DEINEM Film eingenommen hat und das Skript komplett auf den Kopf gestellt hat.

Dominic Thiem ist, obwohl er bereits herausragende Ergebnisse liefern konnte, immer demütig und fokussiert geblieben.

Eine kleine Geschichte dazu:

Im Letzten Jahr schrieb ich Dominic zwecks eines Interviews an. Niemals hätte ich gedacht, dass ich überhaupt eine Antwort bekommen würde. Ich bin ein kleiner, unbekannter Blogger. Kein Magazin. Keine große Institution. Er hätte keinerlei Nutzen davon. Er würde einzig und allein mir einen unfassbaren Gefallen tun. Aus Nettigkeit. Ohne sich etwas davon zu erhoffen. Oder zu versprechen.

Ich fragte höflich ob er bereit sei einige Fragen schriftlich zu beantworten.

Er meldete sich relativ rasch zurück und gab mir sein „Okay“. Ich solle ihm die Fragen einfach schicken. Trotz seiner schnellen Antwort habe ich nie daran geglaubt, dass er sich ernsthaft die Zeit nehmen würde meine Fragen vernünftig zu beantworten.

Ich setzte mich hin, entwickelte einige Fragen und sendete sie ihm zu. Er war zu der Zeit in Indian Wells und hatte die erste Runde gegen Daniel Kosakowski gewonnen.

Bei einem Masters der 1000er Serie. Sein nächster Gegner hieß Gilles Simon.

Am Morgen nachdem ich die Fragen an Dominic verschickt hatte fuhr ich meinen Laptop hoch, wartete auf die W-Lan-Verbindung und traute meinen Augen kaum.

Dominic Thiem hatte während Runde eins und zwei, während einem Masters-Turnier, vor seinem Match gegen Gilles Simon (Anmerkung: Welches er übrigens gewann. Apropos gutes Omen: Lieber Dominic, falls Du in Roland Garros wieder auf Nadal treffen solltest: Ja, ich frage vorher liebend gern nochmal für ein Interview an 🙂 ) die Fragen eines kleinen, unbekannten Bloggers beantwortet.

Ich war baff.

Was lernen wir daraus?

Wenn alles für uns läuft und wir einen Lauf haben: Cool und dankbar bleiben. Auf dem Boden bleiben. Und weiter den Fokus nach vorne richten.

Rückschläge werden kommen. Doch können wir uns darauf vorbereiten und sie möglichst gering halten.

3. Entwicklung

Kaum ein Spieler hat sich in so kurzer Zeit technisch so sehr weiterentwickelt und seine Schläge verbessert wie Dominic Thiem. Punkt.

Vergleicht man seine Aufschläge von vor einigen Jahren mit denen von jetzt: Man könnte meinen da schlägt ein anderer Mensch auf. Man merkt wahrhaftig, dass Dominic Thiem immer dabei ist sich zu verbessern. Seine Schläge weiterzuentwickeln.

Manchmal sind wir ein wenig stur. Mögen uns nicht so recht neues annehmen. Verharren auf der Entwicklungsstufe auf welcher wir gerade sind. Dabei ist dies völliger Quatsch.

Selbst mit 57 Jahren kann man sein eigenes Spiel noch weiter verbessern und entwickeln. Die Technik seiner Schläge überdenken. Neues ausprobieren. Neues annehmen und dazulernen.

An sich und seinem Tennisspiel arbeiten wie ein Künstler an seinem Gemälde.

Ach ja: Dominic Thiem ist gerade in sein erstes Viertelfinale bei einem Masters der 1000er Serie eingezogen. Der Erfolg gibt ihm recht.

Und uns das Recht sich genau diese drei Dinge von ihm abzuschauen 😉

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2 Kommentare

  • Würde mich über die Zusendung von Tipps sehr freuen.

    Herzlichen Dank im voraus
    E. Satzl
  • Hallo :-)

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