Serviere mit Köpfchen: Die etwas anderen Basics für deinen Aufschlag

Hinweis: Alle in diesem Artikel angesprochenen Punkte sind aus der Sicht eines Rechtshänders geschrieben.

Hochwerfen.

Schlagen.

Liest sich leicht, ist es aber nicht.

Dir wurde wahrscheinlich schon oft gesagt, was du alles bei deinem Aufschlag beachten musst. Bogenspannung hier, genau rechts-mittig werfen da, in die Knie gehen und natürlich am höchstmöglichen Punkt den Ball treffen.

Das ist alles nicht falsch und kann deinen Aufschlag verbessern. Allerdings müssen dafür die Basics bei deinem Aufschlag stimmen.

Ohne Wolken gibt es keinen Regen.

Ohne Rafael Nadal gibt es keine Zwangsstörungen.

Ohne Basics gibt es keinen guten Aufschlag 😉

Am Beispiel von Roger Federer möchte ich in diesem Artikel mit dir die etwas anderen Basics für deinen Aufschlag durchgehen.

Schritt für Schritt.

Lass uns loslegen.

Der Plan

Wie viele Spieler kennst du, die ohne jeglichen Plan an der Grundlinie stehen, einfach den Ball hochwerfen und aufschlagen?

Vermutlich wirst du mit der Anzahl deiner Finger an deinen Händen jetzt nicht auskommen.

Wenn du dich von vielen anderen Clubspielern abheben willst, gehe ab sofort mit einem wirklichen Plan deinen Aufschlag an. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um deinen ersten oder zweiten Aufschlag handelt.

Du musst immer wissen, was du tun willst. Denn wenn du nicht weißt was du tun willst, wirst du vom Zufall gesteuert

Niemand möchte ich gern gesteuert werden. Erst recht nicht du, wenn du aufschlagen willst.

Was aber könnte ein Plan sein? Sollst du eine kleine Schatzkarte aus deiner Hosentasche zaubern, um dort den Weg zum Schatz zu suchen?

Metaphorisch gesehen: ja!

Ein Match kann man in drei Kategorien einteilen:

  • Anfang
  • Mitte
  • Ende

Du kannst am Anfang noch nicht wissen, wann die Mitte und das Ende folgen. Du weißt allerdings, dass du dich am Anfang befindest.

Für den Anfang kann dein Plan wie folgt lauten:

Versuche herauszufinden, mit welchen Aufschlägen der Gegner am meisten Probleme hat

Wenn du mit deinem ersten Aufschlag immer gerade auf Mann servierst, kannst du gar nicht wissen, ob dein Gegner mit einem schnellen Slice direkt auf seinen Körper nicht doch mehr Schwierigkeiten hätte.

Wir notieren für deinen Plan also:

  • Verschiedene Aufschlagvariationen testen

Mitte

Nach dem ersten Satz wirst du wissen, mit welchen Aufschlägen dein Gegner Probleme hat – und, was auch wichtig ist: welche Aufschläge dein Gegner problemlos returniert.

Dies sind zwei Basics, mit denen du wunderbar arbeiten kannst.

Bleibe dabei und merke dir immer genau, welche deiner Aufschläge wann welche Wirkung haben. Dieses Wissen, welches du aus diesen Informationen sammelst, hilft dir bei verschiedenen Spielständen weiter.

  • bei kritischen Spielständen
  • bei angenehmen Spielständen

Wenn dein Gegner beispielsweise mit dem Slice-Aufschlag auf den Körper überhaupt nicht zurechtkommt, kannst du diese Variation für die kritischen Spielstände nutzen.

Beispielsweise bei Breakball gegen dich. Hast du die Info, dass dein Gegner mit harten Aufschlägen durch die Mitte sehr gut kann, brauchst du diese Variation bei kritischen Spielständen nicht in Betracht ziehen.

 

Obwohl viele Spieler sehr häufig umso härter servieren wollen, wenn sie bei eigenem Aufschlag unter Druck stehen. Dies ist aber, aus taktischer Sicht gesehen, totaler Quatsch.

Ende

Du kannst gegen Ende des Matches alle erhaltenen Informationen nutzen.

Serviere schlauer, indem du die Gewohnheiten beim Return deines Gegners nutzt.

Ich möchte dir ein paar Marotten mit auf den Weg geben, die ich bei vielen Clubspielern immer wieder sehe:

  • viele Spieler stehen immer auf einer Stelle beim Return. Sie kleben dort fest
  • viele Spieler stehen häufig zu weit hinter der Grundlinie – oder zu nah
  • viele Spieler wechseln ihre Returnposition kaum, auch nicht für den Return des zweiten Aufschlag
  • viele Spieler returnieren einen harten und geraden Aufschlag besser als einen Aufschlag mit Slice
  • viele Spieler returnieren besser, wenn sie sich beim Return nicht (oder nur kaum) bewegen müssen
  • viele Spieler haben große Probleme, wenn sie sich beim Return einen Schritt zur Seite bewegen müssen

Diese Liste kannst du mit deinen eigenen Beobachtungen sehr gern fortführen 😉

Fazit

Du hast gelernt, dass die Basics für deinen Aufschlag nicht nur durch die technischen Aspekte bestimmt werden, sondern auch durch deine taktischen.

Wer klüger serviert, bringt mehr Aufschlagspiele durch

Beschäftige dich besonders zu Beginn eines Matches genau mit dem Verhalten deines Gegners beim Return. Du wirst schnell bestimmte Verhaltensmuster kennenlernen.

Lege dir für diese Muster Aufschlagvariationen zurecht, die deinem Gegner nicht schmecken.

Auf diese Weise verbesserst du deinen Aufschlag – eben mit den etwas anderen Basics.

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2 Kommentare

  • […] auch in kritischen Situationen. Da blieb Dominic ruhig, als er gegen Ende des Matches bei eigenem Aufschlag ein 0:40 auf der Anzeigetafel erblickte. Bis zum Smash bei Matchball Nadal im Tiebreak des fünften […]
  • […] war ein großer, kräftiger Bursche und lebte von seinem Aufschlag und seiner […]

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