Der schnelle Weg, deinen Aufschlag für jeden Gegner variabler zu gestalten

Du schlägst immer gleich auf?

Du weißt nicht so recht, wie du deinen Aufschlag variieren kannst?

Du willst wissen, wie du deinen Aufschlag deinem Gegner anpassen kannst?

Hervorragend. Nimm dir eine Tasse Kaffee, mach es dir bequem und bleibe ein paar Minuten bei uns. Cosima und ich haben uns Gedanken darüber gemacht, was eigentlich einen flexiblen Aufschlag ausmacht.

Gibt es Schablonen, die man immer wieder anwenden kann? Wie richte ich meinen Aufschlag auf die unterschiedlichen Gegner aus? Wo stelle ich mich idealerweise hin, um möglichst effektiv zu servieren?

Lass uns die Antworten gemeinsam aus der Kabine kramen.

Spielst du gerne feste Variationen beim Aufschlag? Den Slice nach außen auf der Einstand-Seite? Feste Variationen sind gut und müssen zu deiner Datenbank gehören. Cosima hat zusätzlich folgenden Tipp für dich:

Welche Variationen ich gerne spiele, kommt sehr auf die Spielsituation, die eigene Sicherheit und das Wetter (wenn man draußen spielt) an. Ich persönlich versuche den Gegner zu analysieren, bevor ich entscheide wohin ich aufschlagen werde. Wenn ich merke, dass mein Gegner eine Schwäche auf der Rückhand hat, versuche ich natürlich erstmal auf die Rückhand aufzuschlagen. Dann muss man erstmal schauen was passiert – wie reagiert der Gegner?

Der eine Spieler spielt starke, aggressive Returns. Ein anderer Spieler hingegen hat Schwächen, wenn der Ball mit Slice auf ihn zukommt. Jeder deiner Gegner ist unterschiedlich. Finde heraus, wo dein Gegner Stärken und Schwächen beim Return hat.

Teste Varianten aus:

  • Schnell auf Mann
  • Schnell durch die Mitte
  • Slice nach außen
  • Mit Kick auf die Rückhand

Dein Gegner wird unterschiedlich reagieren. Du wirst merken, welche deiner Aufschläge ihm liegen. Und welche nicht. Nutze hier deine Beobachtungsgabe. Lege dir im Kopf Ordner an. Bezeichne diese mit:

  • Lieblingsreturn des Gegners
  • Schwachstelle beim Return des Gegners

Lege deine Aufschlagsvariationen in diese beiden Ordner ab.

Du hast die Schwachstelle beim gegnerischen Return aufgedeckt. Zeit, Holz in die lodernde Flamme zu werfen:

Wenn ich merke, dass der Gegner Schwierigkeiten mit einer Variation hat, werde ich so lange dahin aufschlagen, bis er sich an diese Variation gewöhnt hat. Natürlich ist es immer ratsam, ab und zu einen Aufschlag auf den Körper oder auf die Vorhand zu servieren. Wichtig ist, das der Gegner sich nicht an den Aufschlag gewöhnen kann. Was aber eher schwer ist beim ersten Aufschlag. Beim zweiten Aufschlag ist das eine andere Sache.

Wir können festhalten: 1. Gegner beobachten und realisieren, wo seine Schwächen sind – 2. Aufschlag anpassen und ihm den Return möglichst schwer machen – 3. Beobachten, wie der Gegner reagiert und Variationen wie einen Slice, Spin oder Aufschlag direkt auf den Körper einstreuen, damit der Gegner immer verschiedene Aufgaben beim Return lösen muss.

Soweit zu dem, was auf dem Court passiert. Dein Aufschlag kann aber noch mehr.

Er kann dich verraten. Deine Gedanken. Deine Gefühle. Sei dir dessen bewusst – viele Spieler unterschätzen diese Facette beim eigenen Aufschlag.

Cosima bringt es auf den Punkt:

Ich persönlich finde, dass der Aufschlag das beste Indiz für den mentalen Zustand eines Spielers ist. Ist man aufgeregt, schlecht konzentriert oder fühlt sich nicht wohl, macht man mehr Doppelfehler als in einem Match wo man sich selbst wohl und voller Selbstvertrauen fühlt.

Wenns nicht läuft – öfters mal das Tempo rausnehmen

Was kannst du tun, wenn sich dein Selbstvertrauen in den Keller verirrt hat? Du mit schweren Armen an der Grundlinie stehst und hektisch wirst. Augen zu und durch ist kein guter Ratgeber. Geschwindigkeit rausnehmen und den Aufschlag ins Feld bringen. Den Gegner agieren lassen. Dies sind deine Werkzeuge.

Triffst du keinen ersten Aufschlag, sieht so dein Notfallplan aus:

  • Tief durchatmen vor jedem Aufschlag
  • Hektik vermeiden
  • Höchste Konzentration dem Ballwurf
  • Mehr Slice – weniger Tempo

Speicher diesen Notfallplan in einem Ordner in deinen Gedanken.

Wo sollst du stehen?

Die Position beim Aufschlag ist ein interessanter Punkt. Weißt du, wo du beim Aufschlag stehst? Vieles wird im Unterbewusstsein entschieden. Dein Unterbewusstsein entscheidet, wohin du dich beim Aufschlag stellst. Nur wenn du deine Position bewusst veränderst, bekommst du auch einen anderen Winkel als Aufschläger.

Solltest du deine Position beim Aufschlag bewusst verändern? Ist dies sogar wichtig, um deinen Aufschlag flexibel zu gestalten?

Cosima meint, ja:

Natürlich verändere ich meine Position beim Aufschlag ab und zu. Beim Doppel ist klar, dass man sich in Richtung des Doppelfelds orientiert. Im Einzel würde ich zum Beispiel bei einem Slice von rechts nach außen auch eher weiter rechts stehen – als Richtung Mittellinie. Wohingegen ein harter Aufschlag durch die Mitte von rechts sicher leichter ist, wenn man näher an der Mittellinie steht. von links genauso.

Bei einem Kick-Aufschlag nach außen empfehle ich auch, eher mehr nach außen zu tendieren. Beim harten Aufschlag durch die Mitte dann wieder eher Richtung Mittellinie.

Wichtig ist, dass der Gegner dies nicht schnell erkennen können sollte. Deshalb sollten die Abstände nicht zu groß sein und auch hier gelten Variationen, damit der Gegner sich nicht drauf einstellen kann.

Fazit

Du kannst deinen Aufschlag variabel gestalten. Analysiere deinen Gegner genau. Finde schnell heraus, welche Aufschläge ihm liegen. Vermeide diese. Finde noch schneller heraus, welche ihm nicht liegen. Und drück rein in die Wunde.

Dein Aufschlag verrät viel über deinen mentalen Zustand. Arbeite an deiner Körpersprache beim Aufschlag. Erwischt du dich dabei, wie du zu viel von dir verrätst – lerne daraus. Verliere nie deine Ruhe.

Variiere deine Position bei deinen Aufschlägen. Verschiebe sie an der Grundlinie um ein paar Zentimeter. Probiere viel neues in deinen Trainingsmatches aus. Lerne neue Winkel für deine verschiedenen Variationen beim Aufschlag kennen.

Mache es jedem Gegner schwer, deine Strategie beim Aufschlag zu entdecken. Kann dein Gegner deine Schatztruhe nicht öffnen, behältst du im Match immer ein kleines Geheimnis für dich.

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