13 Sätze, die dich während eines Matches runterziehen als wärst du in einem Sumpf gefangen

Kennst du ihn? Diesen widerlichen Schmerz?

Das Pflaster muss ab. Aber du willst eigentlich nicht. Weil du weißt, dass es weh tun wird.

Du beginnst das Pflaster abzuziehen. Und der erste Moment lässt dein gesamtes Gesicht zusammenkneifen. Deine Wangen ziehen sich hoch. Du drückst die Augen zusammen. Deine Mundwinkel verziehen sich.

Dann stoppst du kurz. Dabei bist du dir im vollen Bewusstsein darüber, dass du das Pflaster lieber schnell und ruckartig abziehen solltest.

Aber trotz dieses Wissens machst du eine Pause. Holst tief Luft. Entspannst dein Gesicht.

Und fährst weiter fort, das Pflaster langsam von deiner Haut zu lösen.

Wie ein Krieger hältst du das Pflaster anschließend in deinen Händen. Voller Stolz entsorgst du es im Papierkorb.

Du hättest es leichter haben können. Ruck und ab. Und fertig. Aber du hast dich selbst gequält. Du hast dich von deiner Wunde und dem Pflaster leiten lassen.

Komm, mach dir das Leben schwer

Während einem Match hast du unzählige Wunden und Pflaster. In deinem Kopf. In deinen Gedanken. In deinen Gesprächen, die du mit dir selbst führst.

Selbst wenn es gar keinen Grund zum weinen gibt, weinst du.

Du kennst sicherlich die Spieler, die selbst bei einer 6:2 und 4:0 Führung über einen Fehler meckern. Und jeder Zuschauer das Gefühl bekommt, das dieser Spieler soeben ein gesamtes Match verloren hat.

Die Dialoge, die du mit dir selbst während einem Match führst, führen dich durch das Match. Diese Dialoge können dich stärken – oder dich von der Siegerstraße schleudern.

Durch deine inneren Dialoge kannst du dir das Leben auf dem Court schwer machen. Oder aber dich aus schier unmöglichen Matchsituationen wieder erfolgreich auf die Anzeigetafel kämpfen.

Welchen Dialog wählst du?

Vermeide diese Sätze während deinen Matches

Welche Wörter, Begriffe und Sätze ziehen dich runter? Was beeinflusst dich negativ, obwohl das Match für dich läuft? Die folgenden 13 Sätze geben dir di Richtung vor, in welche du dich keinesfalls orientieren solltest.

Sonst schlägst du dich selbst.

Sei es die erste Runde bei den Clubmeisterschaften, bei denen du das Abonnement auf den Titel bereits seit drei Jahren inne hast. Oder aber bei einem wichtigen LK-Turnier, im Halbfinale gegen deinen Angstgegner.

#1 Während du dich mit deinem Gegner einspielst

„Scheisse. Der macht ja gar keinen Fehler da drüben. Das verunsichert mich jetzt“

#2 Wenn dein Gegner beim Einspielen aufschlägt

„Ganz schön Tempo in der Murmel. Dazu kommt fast jeder Aufschlag in die Nähe der T-Linie. Das kann ja was werden beim Return“

#3 Kurz vor Matchbeginn

„So. Da drüben steht er nun. Der, der den gegen den ich 0:6 und 2:6 verloren habe, glatt 6:3 und 6:4 geschlagen hat. Prost-Mahlzeit!“

#4 Nachdem du direkt den ersten Return ohne Umwege Richtung Zaun gedroschen hast

„Ich wusste es. Heut wird das nichts. Komm, gib deinem Gegner gleich die Hand, fahr nach Hause und schau Netflix“

#5 Wenn du bei 0:3 aus deiner Sicht auf der Bank sitzt

„Ok ok … Wo sind denn hier die Abziehnetze? … Ah, dort drüben neben Werbebanner. Gut zu wissen. Heut dauert das Match ja nicht lang“

#6 Wenn dein Gegner einen von zehn Vorhandbällen mit 180 km/h auf die Linie spielt

„Hab`s doch gewusst. Der ist einfach zu stark“

#7 Wenn du eine der letzten sieben Vorhände aus dem Halbfeld knapp ins Aus setzt

„Komm, geh doch nach Hause … Nichts kommt heute. Selbst die leichtesten Dinger segeln ins Aus“

#8 Deine ersten drei Aufschlägen landen im Netz – das Match hat aber gerade erst begonnen

„Kein Erster heute. Der ist zu Hause geblieben. Im Bett. Mit einer Chipstüte und Coke Zero“

#9 4:4, 30:30, zweiter Aufschlag

„Doppelfehler. Ich hab`s im Gefühl“

#10 Nachdem du den ersten Satz 1:6 verloren hast

„Ich will hier nur noch weg. Hoffentlich ist es schnell vorbei“

#11 Nach deinem ersten Rückhandfehler. Es sind bereits 16 Minuten gespielt

„Diese Unsicherheiten auf meiner Rückhand werden mich noch das Match kosten. Ich sollte etwas umstellen, um weniger Fehler zu machen“

#12 Dein erster Stopp fliegt bis über die T-Linie – du weißt aber, dass dein Gegner kaum nach vorn laufen kann

„Das mit den Stopps mag in der Theorie eine gute Sache sein. In der Praxis aber eine Katastrophe. Wenn der erste Stopp schon nichts wird, sollte ich das besser lassen“

#13 Dein Gegner serviert zwei Asse, spielt einen Vorhandwinner auf die Linie und einen unglaublichen kurz-cross-Ball

„Mist. Er scheint seine Normalform erreicht zu haben. Jetzt muss ich reagieren. Schneller spielen. Riskanter. Irgendwas“

Die Moral von der G`schicht

Vielleicht ist es dir beim lesen der verschiedenen Sätze aufgefallen.

Vieles, was du dir selbst während einem Match sagst, ist entweder halbwahr oder gleich eine glatte Lüge. Du neigst dazu, dich selbst anzulügen, schlecht zu reden und damit runterzuziehen.

Du musst lernen, deine Leistungen gesund einschätzen zu können. Nur so kannst du die Unterhaltungen, welche du auf dem Court mit dir führst, positiv steuern.

Manche der 13 Sätze mögen witzig klingen. Doch sind sie ernst und ziehen deine Leistung runter.

Diese Sätze machen aus dir einen schlechteren Tennisspieler.

Und höre auf, dich schlechter zu machen als du eigentlich bist.

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