Return Tipps, die dir sofort weiterhelfen: Die kleine Anleitung zu einem großartigen Return

Viele Trainer und auch Spieler sind der Meinung, dass der Aufschlag der wichtigste Schlag beim Tennis ist.

Darüber lässt sich meiner Meinung nach streiten. Schaut man sich die Weltrangliste bei den Damen und Herren, verliert die These: „Der Aufschlag ist im Tennis der wichtigste Schlag“ vollkommen ihren Wert.

Weder Andy Murray noch Novak Djokovic (und auch nicht Rafael Nadal) sind die besten Aufschläger. Sie sind gute Aufschläger, aber ihr Return ist besser als ihr Aufschlag.

Und über unsere Angie müssen wir denke ich erst gar nicht sprechen. Nicht ihr Aufschlag hat sie zur Nummer eins der Welt gemacht.

Sondern ihr Grundlinienspiel und ihr – genau, Return.

Return Tipps für dich als Clubspieler

Der zweite Aufschlag deines Gegners kann zu deiner Stärke werden.

Wenn du weißt, wie du returnieren musst. Diese kleine Anleitung wird dir zeigen, wie du schon morgen einen besseren Return spielen wirst.

Hast du dir bereits Gedanken darüber gemacht, welche Art von Returnspieler du bist?

Oder stellst du dich ohne Plan, ohne Konzept zum Aufschlag deines Gegners bereit?

Falls letzteres der Fall ist, solltest du dies schnellst möglich ändern. Du musst herausfinden, wie und wo du den Return spielen willst. Du musst deine Komfortzone beim Return finden. Nur so wirst du ein besserer Returnspieler werden.

Entweder nah an der Grundlinie.

Oder ein bis drei Schritte hinter der Grundlinie.

Wenn du nun deine Position gefunden hast, musst du entscheiden ob du dem Ball beim Return entgegengehen willst, oder ob du den Bereitschaftssprung (Split-Step) an der Stelle, auf welcher du zum Return stehst, machen willst. Es ist die defensivere Variante des Returns. Wobei „defensiv“ nicht automatisch „schlechter“ heißt.

Wie du dem Ball beim Return optimal entgegengehst

Andy Murray macht es perfekt.

Sobald der Gegner den Ball beim Aufschlag hochgeworfen hat, beginnt für ihn der Return. Murray geht einen großen Schritt nach vorn, mit einem Bein, kommt mit dem anderen Bein nach, setzt den Bereitschaftssprung ein und kann mit dieser Technik den Return früh, an einem hohen Treffpunkt spielen.

Mit dieser Return-Technik ist es dir möglich, den Aufschlag des Gegners schnell und gerade, ohne viel Spin, zurückzuspielen. Wichtig ist hierbei, dass du den Ball so früh wie möglich triffst. Idealerweise triffst du den Ball dazu am höchsten Punkt.

Wichtig: halte die Ausholbewegung radikal minimal. Nimm den Schläger nur zurück, verzichte am besten ganz auf deine Ausholbewegung.

Ganz gleich ob du deine Rückhand einhändig oder beidhändig spielst. Bei der einhändigen Rückhand kannst du den Return auf diese Art und Weise sogar schlicht blocken. Du hast dabei gar keine Bewegung zurück mit dem Schläger. Stattdessen wird der Schläger mit dem Schlag beim Return durch den Ball geführt.

Auch auf deiner Vorhandseite gilt: nimm den Schläger nur kurz zurück. Und arbeite anschließend mehr aus der Hüfte und deinem Unterkörper als mit deinem Arm.

Diese Variation des Return hat 0,0% mit Kraft zu tun. Ziel ist es, das Tempo des gegnerischen Aufschlages mitzunehmen und einen geraden und schnellen Return zu spielen.

Folgende Vorteile hast du, wenn du den Return nah an der Grundlinie, teilweise im Feld stehend, spielst.

Du kannst …

  • … deinen Gegner direkt unter Druck setzen
  • … den Ballwechsel direkt diktieren
  • … nach dem Return sofort spielbestimmend sein
  • … auf den schnellen Winner gehen
  • … die Ballwechsel kurz halten
  • … das Spiel deines Gegners nicht zur Entfaltung kommen lassen

Deine Auge-Hand-Koordination muss gut sein. Du musst schnell reagieren können, ein gutes Auge für den Aufschlag deines Gegners haben.

Wenn du diese Fähigkeiten dein Eigen nennst, wird dir diese Return-Technik einen besseren Return bescheren.

Wie du den Return weit hinter der Grundlinie optimal spielst

Eine andere Variante den Return zu spielen, ist sich ein Stück hinter die Grundlinie zu postieren. Bei dieser Variation ist der Ball ein wenig länger in der Luft. Besonders beim zweiten Aufschlag deines Gegners nimmst du den Ball in diesem Falle nicht im aufsteigen, sondern lässt ihn zunächst auf dich zufliegen.

Dadurch hat der Ball, da du nun weiter hinter der Grundlinie stehst, nicht mehr eine so hohe Geschwindigkeit wenn du den Aufschlag returnierst.

Der Return – aber beim zweiten Aufschlag deines Gegners

Dies gilt selbstverständlich gerade in Bezug auf den zweiten Aufschlag deines Gegners.

Du hast also mehr Zeit, dich auf den Return vorzubereiten.

Den Ball nun aber beim Return schnell und gerade zu spielen, ist echt tricky. Du wirst den Ball nicht am idealsten Punkt treffen, um einen schnellen und auch platzierten Return spielen zu können.

Bei dieser Variante des Returns hast du dafür andere Qualitäten, welche du ins Spiel bringen kannst. Denn vielleicht bist du gar nicht so sehr der „Hau-drauf-Spieler“. Vielleicht möchtest du den Ballwechsel erst einmal eröffnen. Und dann dein Spiel im Ballwechsel aufbauen.

Dadurch, dass du nun weiter hinter der Grundlinie stehst, hast du die Option mit mehr Topspin zu agieren. Mehr mit Höhe beim Schlag. Mehr mit Länge und weniger mit Geschwindigkeit.

Folgende Optionen hast du, wenn du weit hinter der Grundlinie returnierst.

Du kannst …

  • … mehr Topspin spielen
  • … besser in den Ballwechsel kommen
  • … harte Aufschläge hoch und lang zurückspielen
  • … den Ballwechsel mit einem hohen Topspinball auf die Rückhand des Gegner eröffnen
  • … einfacher deine Komfortzone im Ballwechsel finden (dies ist zumeist die Platzmitte)

Tipp:

Trainiere beide Optionen des Returns. Einmal den nah an der Linie stehenden Return, bei welchem du den Ball früh und direkt nimmst. Und ebenso die Variation weiter hinter der Grundlinie, welche dir die Möglichkeit gibt etwas kontrollierter und defensiver zu returnieren.

Du wirst merken, dass du dich mit einer der beiden Optionen schlicht komfortabler fühlst. Dies wird die Option sein, welche du bei wichtigen Returns in einem wichtigen Match spielen wirst.

Mische beide Variationen.

So wirst du für deinen Gegner schwerer auszurechnen. So hast du den einen oder anderen Überraschungseffekt auf deiner Seite.

Und: dein Spiel wird sich mit diesen beiden Return-Taktiken weiter verbessern.

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