Die schockierende Wahrheit über den Seitenwechsel

90 Sekunden. Alle zwei Spiele.

Nach einem Satz hast du sogar noch mehr Zeit. Insgesamt ist dies verdammt viel Zeit. 15 bis 20 Minuten. Wenn nicht sogar noch mehr pro Match.

Nutzt du diese Zeit? Oder lässt du sie einfach links liegen?

Ein Tennismatch gewinnt nicht immer der bessere Spieler. Keineswegs. Ein Spieler mit eindeutig schlechteren Grundschlägen kann einen weitaus talentierteren Gegner besiegen.

Weil er schlauer ist.

Und diese regelmäßig zur Verfügung stehenden 90 Sekunden nutzt. Er nutzt sie besser als der talentiertere Spieler auf der anderen Seite des Netzes.

Die schockierende Wahrheit über den Seitenwechsel ist, dass diese Pause zwischen den Spielen vollkommen falsch aufgefasst wird. Sie wird als „Erholungspause“ wahrgenommen. Als Bruch im Spiel um sich auszuruhen, sich zu regenerieren, sich neu zu sammeln.

Das ist soweit auch vollkommen richtig. Nur gilt diese Erholung und diese Pause für den Körper. Es ist nicht verboten während dem Seitenwechsel, während der 90 Sekunden, sein Gehirn einzuschalten und nachzudenken.

Erlebst du es selbst auch auf deiner heimischen Tennisanlage? Sehr gern wird der Seitenwechsel für folgende Aktionen genutzt:

  • Aufregen über den Gegner
  • Aufregen über vergangene und verpasste Chancen
  • Aufregen über eigene Fehler
  • Aufregen über äußere Umstände
  • Aufregen über sich selbst

Was schätzt du: welche dieser Aktionen bringt dich für dein Spiel, für dein gerade laufendes Match weiter? Welche dieser Aktionen bringt deinen Fokus und deine Konzentration in die richtige Bahn?

Genau: keine!

Der Seitenwechsel kann dir Vorteile verschaffen. Du hast während dieser 90 Sekunden immer wieder und wieder die einmalige Chance dich neu im Match zu orientieren. Du kannst deine Fehler analysieren, deine Taktik durchgehen und dir Pläne machen wie du deinen Gegner am besten in den Griff bekommst und schlußendlich besiegen kannst.

Der Seitenwechsel gibt dir jedes mal auf`s neue die Chance dein komplettes Mindset für dein Match und dein Spiel zu überdenken und neu auszurichten. Anstatt dich mit negativen, unproduktiven Gedanken rumzuplagen und weiter selbst hinunter zu ziehen solltest du ausschließlich positive und produktive Gedankengänge und Gespräche mit dir selbst führen.

Oft bist du selbst der Einzige, der dir etwas positives sagt.

Wie du den Seitenwechsel sinnvoll nutzt

Dein Körper darf sich gerne erholen während dem Seitenwechsel. Deswegen solltest du ausreichend Wasser dabei haben. Sowie den einen oder anderen Snack.

Dein Geist und dein Kopf sollten in entspannter Körperhaltung während dem Seitenwechsel akribisch und detaillversessen arbeiten. Nicht hektisch auf Hochtouren. Sondern effizient und zielgerichtet.

Neben positiven und aufmunternden Gesprächen mit dir selbst solltest du dein Hauptaugenmerk auf Fragen legen. Abläufe, vergangene Spielsituationen und Punkte zu hinterfragen kann dich davor schützen bestimmte Fehler wieder und wieder zu begehen.

Diese Fragen solltest du dir während der Seitenwechsel stellen und beantworten:

„Welche große Stärken hat mein Gegner und wie kann ich diese vermeiden?“

„Wie kann ich meinem Gegner mit meinen Stärken weh tun?“

„Was habe ich bisher taktisch falsch gemacht?“

„Habe ich mehrere Schwächen bei meinem Gegner entdecken können? Welche sind dies?“

„Wie reagiert mein Gegner auf verschiedene Schläge wie den Slice oder einen hohen Ball mit Topspin?“

„Wo fühlt sich mein Gegner auf dem Platz am wohlsten? Wie bekomme ich ihn aus dieser Komfortzone?“

Du musst dir antrainieren produktive und positive Gedanken während der Seitenwechsel zu hegen. Negativität zieht dich runter. Sie bremst dich und schiebt dich von deinem Ziel, dem Sieg, immer weiter weg. Bis du es irgendwann, eben aufgrund deiner negativen Gedanken, aus eigener Kraft überhaupt nicht mehr erreichen kannst.

Nimm ab sofort den Seitenwechsel ernst. Sieh diesen als Chance an, dein Spiel für das Match immer weiter zu verbessern. Sei klug während du auf der Bank sitzt. Lass dich nicht ablenken. Sei dir jederzeit bewusst, wie wichtig diese wiederkehrenden 90 Sekunden für dich sind. Diese 90 Sekunden können der Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Tennisspieler sein.

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