Slice: Die ultimative Anleitung für Clubspieler inklusive Übungen und Technik

Er hieß Benjamin.

Im 'U' unserer fünften Klasse saß er in der letzten Reihe. Er war der, den die Lehrer immer ermahnen mussten, wenn er mit dem Stuhl nach hinten wippte.

Beim Tischtennis-Rundlauf schummelte er. Er schrieb heimlich ab, wenn er in der Matheklausur mal wieder nichts wusste - und kam damit durch.

Er ärgerte in der großen Pause die anderen Kids. Damals, als noch nicht jeder der sich bewegt mit ADHS diagnostiziert wurde, lief Benjamin mit Anlauf und 'Schultercheck' in andere Kids rein. Nichts gefährliches, aber unnötig.

Er nervte einfach.

Beim Tennis gibt`s auch einen Benjamin:

Den Slice.

Er macht das Spiel langsam. Er ist flach. Er hat Schnitt. 

Er nervt.

Wir müssen Lösungen finden und uns darauf einstellen viele Slicebälle zurück zu spielen. Und dies möglichst gut. Vielleicht ist es dir schon gegen ältere Gegner passiert: Du bist eigentlich wesentlich fitter, jünger und auch besser. 

Aber du kommst mit diesem „dreckigen“ Slice nicht klar.

Was ist ein Slice - und was nicht?

Vorab möchte ich mit dem Quatsch aufräumen, der bei Wikipedia zum Rückhand-Slice steht:

Der Slice, auch Unterschnitt genannt, ist die Bezeichnung einer Schlagart im Tennis und Tischtennis, bei welcher der Ball mit Rückwärtsdrall gespielt wird.

Der Slice besitzt nicht immer nur einen Rückwärtsdrall. Der Slice, ob mit Vor- oder Rückhand gezwirbelt, kann ebenso Seitwärtsdrall besitzen.

So, die Aufräumarbeiten sind abgeschlossen ;-)

Lass uns schauen, welche Mittel und Wege es gibt, um auf einen Slice-Ball zu antworten.

Nehmen wir zunächst die Fakten. Der Slice bringt einige Problemchen mit:

  • Flacher Absprung, weit unter der Netzkante
  • Der Ball besitzt Schnitt/ Drall
  • Kommt langsam auf uns zu

Diese Drei müssen wir bedenken und Gegenmaßnahmen entwerfen. Ideal ist es natürlich, wenn wir bereits im Vorfeld wissen, wie wir auf einen Slice reagieren sollten 😉

Deswegen werden wir jetzt die eben erwähnten Gegenmaßnahmen erarbeiten.

Der Slice und seine Taktik

Wir schlagen den Ball unterhalb der Netzkante. Weit unter der Netzkante.

Was aber bedeutet das genau für uns?

Zu oft wird nicht logisch gedacht. Befindet sich der Ball im Flug unterhalb der Netzkante, so ist es je nach Position auf dem Platz, unmöglich darauf einen geraden Ball zu spielen. Die Konsequenz wäre ein Fehler, da der Ball ins Netz oder aber ins Aus geht.

Der Winkel passt nicht, wenn du den Ball unterhalb der Netzkante spielen musst:

slice unter netzkante

Ein gerade gespielter Ball würde ins Netz fliegen. Recht humorlos. Juan Martin del Potro hat diesen taktischen Fehler früher häufig gegen Roger Federer gemacht.

Stattdessen muss der Ball angehoben werden, also mit Vorwärtsdrall gespielt werden. So erhält der Ball eine logische Flugkurve nach oben, welche zu wesentlich mehr Sicherheit im Schlag führt.

Eine andere Option wäre es, den Ball ebenfalls als Slice zu spielen.

Hier empfehle ich, diesen Ball kurz oder lang in die Rückhand des Gegners zu spielen:

slice lang rueckhand

Dann würden wir uns den Schnitt des Schlages zueigen machen und diesen im Grunde „mitnehmen“. Da der Ball durch den Schnitt langsamer und flacher fliegt, ist es aber schwieriger den Ball zu steuern. 

Eventuell spielen wir den Slice dann zu kurz, zu weit (Fehler) oder schlicht zu harmlos. Und geben unserem Gegner dadurch die Möglichkeit, einen einfachen Ball aus dem Halbfeld zu spielen.

Die meiner Meinung nach beste Variante ist ein Spinball. 

Dieser ermöglicht es auf einen Slice gut zu reagieren, da wir Optionen haben. Wir können einen halbhohen oder gar hohen Spin (beispielsweise auf die Rückhand des Gegners) spielen. Und wir können die Ecken wesentlich besser anvisieren als wenn wir mit einem einfachen Slice antworten.

Um einen effektiven Topspin auf einen Slice zu spielen, sind zwei Dinge wichtig:

  • In die Knie gehen
  • Tiefer Körperschwerpunkt

Klingt logisch, oder? 😉

Da der Ball recht langsam geflogen kommt, vergessen wir oft die Körperspannung zu halten und in die Knie zu gehen. Der Ball kommt langsam und Gedanken wie „Ach ich hab ja noch Zeit“ oder auch „Der Ball kommt langsam auf mich zu, also muss ich ja nicht so viel machen“ sind in diesem Fall unbedingt zu löschen.

Denn: Der Slice wird nach dem Absprung pfeilschnell.

Deswegen müssen wir die Zeit nutzen und uns optimal auf den Schlag vorbereiten. In die Knie gehen, gut zum Ball stehen, tiefer Schwerpunkt, volle Konzentration.

Dann, wenn alles passt, kannst du den Ball mit Spin gern mittig spielen. Dein Kontrahent landet dann ein Stück weit in der Winkelfalle:

slice winkelfalle

Du kannst diese Spielzüge wunderbar als Übungen in deinen Trainingsspielen oder mit deinem Trainer umsetzen.

Der Slice und sein Schnitt

Der Schnitt ist es, was den Slice so „eklig“ macht. Je nach Untergrund kann dieser Schnitt eine echte Waffe sein. Gerade auf langsamen Sandplätzen wühlt er sich geradezu in den Platz und bleibt fast schon stehen.

Was Du wissen musst:

  • Der Ball wird nach dem Absprung schneller
  • Der Ball kann Rückwärts und/oder Seitwärtsdrall haben

Tipp: Übe im Training das Antworten auf einen Unterschnitt. Ein Spieler spielt nur Slice, der andere muss darauf reagieren. So kann man sich schnell an die Eigenschaften des Balles gewöhnen.

Achtung! Der Ball kommt langsam auf uns zu

Da der Slice gern gespielt wird, um das Tempo aus dem Ballwechsel zu nehmen, fliegt der Ball langsamer. 

Langsamer als bei einem Topspin.

Dies ist trügerisch, da dies nicht automatisch der Freifahrtschein dafür ist, sich nicht mehr zu bewegen. Gerade beim Slice muss sich optimal auf den folgenden Ball vorbereitet werden. Oft wird dies unterschätzt. Und führt zu vielen, leichten Fehlern.

Stattdessen sollte die Zeit für eine optimale Vorbereitung auf den Schlag genutzt werden.

Wer also clever und smart auf den Slice antworten will, sollte die trügerischen Eigenschaften des Slice kennen und bestens vorbereitet sein. Du kannst mit diesem Know-How Übungen in deine Trainingsspiele einbauen.

Lass uns nun schauen, wie du deinen Slice giftig spielst, um deine Gegner vor kaum zu lösende Aufgaben zu stellen.

3 schnelle Rezepte, die deinen Slice zum Albtraum für jeden Gegner machen

Wir wissen jetzt, wie wir auf einen Slice reagieren können.

Aber wie kannst du einen Rückhand-Slice spielen, um Schaden auf der gegnerischen Seite anzurichten?

Lass uns drei Rezepte durchgehen, wie du deinen Slice zu einem echten Albtraum für jeden deiner Gegner werden lässt.

Wir gehen direkt in die kleine Story rein und schauen anschließend auf die drei Rezepte.

Der Rahmen hatte keine Chance.

Alexander Zverev warf sein Racket so auf die T-Linie, dass der Hersteller Dollarzeichen in den Augen bekam.

Was war passiert?

Roger Federer spielte einen Slice, mittig, bewusst langsam. Sascha ging auf die Kugel zu, holte mit seiner Vorhand aus und - legte die Kugel drei Meter hinter die Grundlinie.

Ich möchte dir jetzt zeigen, wie du deine Kontrahenten dazu bringst ebenfalls das Racket zu zertrümmern.

Und sollte das nicht klappen, dann sollst du zumindest mehr Punkte machen.

Hast du Lust deine Gegner zu mehr Fehlern zu zwingen? Dann lies aufmerksam weiter.

Der Slice ist ein Schlag, der zu selten gespielt wird. Wird er eingestreut, so verpufft seine Wirkung schnell, da er falsch eingesetzt wird.

Spielst du ihn nicht effektiv genug, kann die Geschichte schnell gegen dich laufen. Dann bist du es, der an der Grundlinie die Bälle aus den Ecken kratzen muss wie Rafael Nadal im Stade Roland Garros.

Rutscht dir der Ball über die Bespannung, kann er viel von seinem gefährlichen Schnitt verlieren.

Damit dir das nicht passiert, zeige ich dir jetzt drei taktische Elemente. Zum Schluss bekommst du noch eine Checkliste an Technik-Tipps.

Slice: Schnitt und Unterschnitt? 

Schnitt, oder wie der Senior sagt Unterschnitt, ist die Rotation des Balles, die ein Rückhand-Slice mit sich bringt.

Die Filzkugel dreht sich seitlich. Und ein wenig vorwärts.

Durch diese Rotation wird der Slice ein Ekelpaket für deinen Gegner. Der Ball bleibt nach dem Absprung flach und dreht sich weiter seitlich.

Ich zeige dir jetzt drei simpel umzusetzende Rezepte, wie du deinen Slice taktisch clever einsetzen kannst.

Bedenke:

Wie immer empfehle ich dir diese Spielzüge im Trainingsspiel zu üben. Selbstverständlich kannst du auch deinen Trainer fragen, ob ihr euch gezielt mit dem Slice beschäftigen könnt.

Der Slice kann dir einige Vorteile im Match bringen:

  • Tempowechsel (dazu gleich noch etwas mehr)
  • Provozieren leichter Fehler bei deinem Gegner
  • Höhere Variation in deinem Spiel

Du musst keinen Rückhand-Slice wie Patrick Rafter spielen. Der Australier war für sein kongeniales Chip n Charge Spiel bekannt. Er war ein Meister darin seinem unterschnittenen Ball nach vorn ans Netz folgen, um dort seine Punkte abzuschließen.

Die Spielvariation Chip n Charge ist besonders wirkungsvoll, wenn du deine Gegner ohne viel eigenes Risiko maximal unter Druck setzen willst.

Lass uns zunächst schauen, wofür der Slice-Schlag aus strategischer Sicht gut ist.

Rezept #1: Tempowechsel oder: Wann spielt man Slice?

Du triffst den Ball zu spät.

Du merkst, dass du weit in die Defensive gedrängt wirst.

Du kannst nur noch reagieren, aber nicht mehr agieren.

Wenn es dir in einem Ballwechsel zu schnell wird, dann spiel Slice und gewinne an Zeit.

Der Ball ist länger in der Luft und dein Gegner wird gezwungen seinen nächsten Schlag unterhalb der Netzkante zu spielen.

Da die Kugel beim Slice langsamer unterwegs ist gewinnst du wichtige Sekunden, um dich zu sortieren. Die cleveren Seniorenspieler nutzen den Slice regelmäßig. Der Slice ist fester Bestandteil ihres Schlagrepertoires.

Das klingt nach einer guten Strategie, oder nicht?

Diese stellt deinen Gegner vor eine schwierige Aufgabe.

Er wird diesen Schlag mit weniger Tempo spielen müssen. Du hast für einen Tempowechsel gesorgt und konntest dich optimal an der Grundlinie in Position bringen.

zeit in die mitte

Hinweis:

Jepp, besonders gegen sehr schnell spielende Gegner wirst du mit dieser Taktik hervorragend das Tempo in den Ballwechsel verändern können. Bedenke aber, dass du diese Strategie nicht zu oft einsetzt. Dein Kontrahent wird sich an deinen Slice gewöhnen.

Hat er sich einmal darauf eingestellt, dann wird er diesen Schlag aggressiv und vor allem konstant spielen.

Wir halten also fest:

  1. nutze den Slice, wenn der Gegner zu schnell spielt
  2. speichere im Hinterkopf, dass ein langsamer Slice schwieriger für deinen Gegner zu bespielen ist
  3. setze diese Variation ein, wenn du mit der Beinarbeit aufgrund des Tempos in den Ballwechseln überfordert bist

Hervorragend. Du kannst diese Übungen wunderbar trainieren, wenn du Trainingsmatches absolvierst.

Wir machen weiter.

Rezept #2: Raus aus der Komfortzone

Du kannst den Slice einsetzen, um deinen Gegner aus dessen Komfortzone zu ziehen.

Roger Federer macht dies gern gegen Gegner, die sehr hart spielen.

Du hältst deinen Slice kurz und visierst als Ziel die Platzmitte an. Idealerweise das „T“ des T-Feldes. Dein Ziel kann selbstverständlich um ein paar Zentimeter abweichen, da du nicht genau das „T“ treffen wirst:

slice aufs t feld

Was erreichst du mit diesem Slice?

Dein Gegner muss eine komplizierte Bewegung nach vorn machen.

Die Komfortzone deines Gegners liegt kurz hinter der Grundlinie. Aus dieser Komfortzone wird dein Gegner herausgerissen, was für dich ein großer Vorteil im laufenden Ballwechsel ist.

Er hat gar keine andere Wahl, als den Weg nach vorn zu gehen.

Spielst du den Slice mit der beidhändigen Rückhand mittig, befindet sich dein Gegner im sogenannten Niemandsland des Platzes. Er muss dann nicht nur entscheiden, ob er den Weg vor ans Netz oder wieder zurück an die Grundlinie geht.

Deinem Gegner bieten sich enorm schlechte Winkel für seinen Schlag. Es wird schwierig für ihn sein, sich gut zum Ball zu stellen. Nicht selten wird der Ball aus diesen Positionen am Rahmen getroffen, wenn mit zu viel Topspin agiert wird.

Mit einem kurzen, simplen Slice kannst du eine Menge Schaden anrichten.

Das kommt in dein Taktikheft:

  • spiele den Rückhand Slice langsam auf die T-Linie
  • dein Gegner wird zu einem komplizierten Laufweg nach vorn gezwungen
  • du gewinnst wertvolle Zeit, um dich bestmöglich an der Grundlinie zu positionieren

Ich empfehle dir diese Strategie nicht zu oft zu fahren. Dein Kontrahent könnte sich an den Laufweg gewöhnen.

Tipp von meinem früheren Trainer Tom:

Der Rückhand-Slice ist ein Schlag, der mit Herz gespielt wird. Der Slice ist nichts für Spieler, die den Ball verprügeln wollen. Wer einen effektiven und giftigen Rückhand-Slice spielen will, der benötigt Gefühl in der Hand. Ich habe mir beim Slice vorgestellt, dass ich den Ball streicheln möchte. Mit meiner Schlägerfläche gehe ich unter den Ball, streichle ihn und sage ihm durch meinen Schwung, wohin ich ihn spielen möchte. Das geht nicht, wenn man verkrampft und verkopft ist. Es kommt auf das Gefühl an.

Rezept #3: Angriff ist die beste Verteidigung: Chip n Charge

Chip n Charge – ein Begriff, der heutzutage nicht mehr im Tennis verwendet wird.

Vielleicht habe ich ihn auch nur überhört.

Diesen Begriff verbinde ich direkt mit Patrick Rafter, der damals die Kombination aus Rückhand-Slice und dem Angriff ans Netz perfekt spielen und vor allem strategisch einsetzen konnte.

Ein guter Rückhand-Slice bringt dir viel. Die richtige strategische Ausrichtung bringt dir noch mehr. Wenn man über Strategie im Tennis spricht, ist der Sliceball einer der Hauptprotagonisten.

Verrückt, dass er im Damentennis kaum gespielt wird.

In manchen Spielsituationen ist Angriff die beste Verteidigung. Im heutigen Tennis ist mit einem Angriff in den meisten Fällen ein schneller Ball, möglichst flach und ohne Rotation gemeint.

Angriff kann auch Chip n Charge sein, weil du damit den Druck auf deinen Gegner überträgst. Dieser wird zu einem riskanten Passierball gezwungen.

Voraussetzung ist ein guter, raffinierter Slice von dir 😉

slice chip charge

Tipp zum Vorhand-Slice:

Im Verbandstraining war der Vorhand-Slice verboten. Wer ihn spielte, der musste zehn Liegestütze machen. Heute sehe ich das anders. Der Vorhand-Slice darf gern gespielt werden. Vor allem aus der Defensive, wenn man kaum noch an den Ball kommt. Auch der Return als Slice gespielt kann mit der Vorhand eine mögliche Option sein. Ich halte es ebenso für spielerisch schlau, wenn man auf einen Slice des Gegners mit einem Vorhand-Slice antwortet. Viele Spieler verreißen die Vorhand, wenn sie mit einem Rückhand-Slice angespielt werden. bevor der Schlag verrissen wird, sollte mit einem Vorhand-Slice geantwortet werden.

Checkliste: Technik-Tipps für deinen Rückhand-Slice

Du kannst neben den besprochenen taktischen Elementen noch mehr mit deinem Slice anstellen.

Hier einige Ideen, wann du den Slice spielen kannst:

  • Wenn du schlecht am Ball stehst
  • Wenn dein Gegner konstant langsam spielt
  • Wenn du gut am Ball stehst und den Slice sehr gut beherrschst
  • Wenn du den Ball bewusst flach halten willst
  • Wenn du bewusst keinen Winner, sondern einen taktisch langsamen Ball spielen willst

Der Slice ist komplex.

Er ist für Anfänger schwierig zu kontrollieren.

Daher empfehle ich dir, dass du den Slice mit deinem Trainer übst, diesen dann in Trainingsspielen meisterst und erst dann in dein Schlagrepertoire für Turnier- und Meisterschaftsspiele aufnimmst.

Alles andere kann zu Frust führen.

Hier ein lehrreiches Video zur Technik:

Ich möchte dir noch technische Kniffe mitgeben, damit du den Slice schneller auf deiner Bespannung kontrollieren kannst.

Alle Tipps sind aus der Sicht eines Rechtshänders. Solltest du Linkshänder sein, dann denke bitte spiegelverkehrt:

  • Seitlich stehen, wie bei der ein- oder beidhändigen Rückhand. Denk an die Körperspannung und hab den Ball genau im Blick, bevor du zum Rückhand-Slice ansetzt
  • Du kannst die vordere Fußspitze gern stark nach links zeigen lassen, so dass du fast mit dem Rücken zum Gegner zeigst. Teste das. Es kann auch sein, dass du keine Kontrolle beim Schlag spürst
  • Der Slice wird von hinten oben nach vorn unten geschwungen. Unterstütze diesen Schwung, indem du leicht in die Knie gehst. Beginne deine Bewegung mit dem Schlägerkopf neben deinem linken Ohr
  • Verlagere das Körpergewicht auf das vordere Bein. Sei nicht zu steif dabei. Du bist kein Kühlschrank 😉
  • Rechte Schulter während des Schlages vorn lassen, die Hüfte bleibt fest und der Oberkörper wird ein wenig gedreht. Verkrampfe nicht zu sehr. Diese Bewegungen können sich für dich zu Beginn ungewohnt anfühlen - kein Problem. Wichtig ist, dass du nicht aufgibst und weiter machst
  • Schlagarm sauber nach vorn schwingen lassen
  • Weit über der linken Schulter ausholen
  • Der Schwung des Armes geht durch den Ball durch, nach vorne unten. Beachte dabei ein stabiles Handgelenk
  • Hebe den Slice bei tiefen Bällen an, bei höheren Bällen des Gegners kannst du nach unten vorn ausschwingen

Der beste Tipp kommt zum Schluss:

Lass dich nie entmutigen, wenn der Slice nicht direkt funktioniert ;-)

Es ist noch kein Roger Federer vom Himmel gefallen. Hab Geduld mit dir, verzeihe dir die zahllosen Fehler, die beim Tennis dazu gehören.

Die großen Siege erringst du mit Geduld, Fleiß und Mut.

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"Ich lese Marco`s E-Mails mit großer Begeisterung. Ich finde sie noch stärker als seinen Blog"

Sven H., Spieler aus der Bezirksliga

4 Kommentare

  • Du hast völlig recht, ich habe zuerst immer Probleme mit Slicespielern gehabt, weil ich auf den langsamen Ball hektisch zugestürmt bin. Es ist ja augenscheinlich so langsam. Mittlerweile weiss ich, warten, cool bleiben, tief in die Knie gehen, und mit Topspin antworten. Habe einfach mal ein paar Std mit jdm trainiert, der nur Slice spielen durfte. Es hilft ungemein. Und die "Angst" vor dem Ball ist weg. Danke dir für deine Tipps.
  • Hey Meike,

    danke dir für dein Feedback, hat mich sehr gefreut, dass du was für dich aus dem Artikel mitnehmen konntest.

    Liebe Grüße
    Marco
  • […] Stefan (der Gegner) soll auf keinen Fall Rhythmus bekommen. Mal spiele ich hoch, dann schnell, dann Slice, dann einen Kurzen. Serve and Volley werde ich auch einstreuen, damit Stefan sich im gesamten Match […]

Was denkst du?