Tennis für Anfänger: Übungen und Tipps

Du hast dich für den besten Sport der Welt entschieden.

Gratulation zu diesem Entschluss. Du hast dich für einen Sport entschieden, der dir nicht nur Spaß machen, sondern dich auch fordern und fördern wird. Nicht nur, was deinen Körper betrifft. Auch deine Mentalität, dein Charakter und deine Entscheidungsfreude werden durch Tennis geschult. Als Anfänger hast du einen Vorteil: du kannst die ganze Mentalitätssache erstmal zur Seite schieben, in deine Tennistasche packen und dich mit den grundlegenden technischen Aspekten beim Tennis auseinandersetzen. In diesem Artikel werde ich dir die Tipps und Übungen vorstellen, die dir als Anfänger beim Tennis das Wichtigste mitteilen werden: das Gefühl für den Ball.

Beim Tennis geht es weniger um Kraft und Geschwindigkeit. Beim Tennis geht, besonders für dich als Anfänger, um das Gefühl. Du musst verstehen, wie sich so eine Filzkugel verhält, wenn du sie schlägst. Du musst lernen, was der Ball nach dem Absprung so macht – wie er tickt, wie er sich dreht. Schnell wirst du auf dem Platz als Anfänger feststellen, dass der Ball manchmal ein Eigenleben besitzt und verschiedene Rotationen annimmt. Je mehr dieser Drehungen des Balles du zu Beginn deiner Karriere verstehst, umso einfacher fallen dir die Schläge.

Wir starten allerdings vollkommen ohne Rotation. Eine der besten Übungen für Anfänger ist das Aufticken des Balles mit dem Schläger. Ich werde dir verschiedene Übungen vorstellen und dir während ich diese Übungen erkläre Tipps geben, wie du dein Tennis als Anfänger schnell verbessern kannst. Vielleicht schlage ich mit meinen Ausführungen einige Bälle gegen den Wind. Andere Internet- oder YouTube-Seiten werden dir vielleicht andere Tipps geben. Mein Fokus bei Anfängern liegt auf dem Gefühl für den Ball – ohne dem geht es meiner Meinung nach nicht.

Du gehst am besten wie folgt vor:

  • nimm deinen Schläger in die Hand
  • schnapp dir einen Ball
  • tippe den Ball mit dem Schläger so oft wie möglich auf

Das Tolle an dieser Übung für Anfänger ist, dass du sie überall praktizieren kannst. Du benötigst nur einen ebenen Untergund.

Zu dieser Übung möchte ich dir noch ein paar Stichpunkte mit auf den Schläger geben:

  • verkrampfe nicht mit dem Arm, mit dem du den Schläger hältst
  • finde schnell einen Rhythmus
  • gib nicht auf, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert
  • lass das Handgelenk locker und flexibel

Durch diese Übung wirst du schnell verstehen, dass es beim Tennis mehr um Rhythmus, als um hohe Geschwindigkeiten geht. Du gewinnst ein Gefühl für den Ball und den Schläger. Wenn du diese Übung bereits gut ausführen kannst, so solltest du dich auf einen Treffpunkt in der Mitte deiner Bespannung konzentrieren. Dies ist das zweite Level dieser Übung und erfordert von dir noch mehr Gefühl für Ball und Schläger.

Es ist zu Beginn völlig normal, dass du auch bei dieser scheinbar simplen Übung den Ball immer mal wieder am Rahmen oder am äußeren Rand der Bespannung triffst. Nimm dies als Anlass dich noch mehr zu konzentrieren. Schaue den Ball genau an. Lass ihn nicht eine Sekunde aus den Augen. Versuche herauszufinden, wie sich der Ball dreht. Ich empfehle dir als Anfänger das Anschauen des Balles von Beginn an zu trainieren. Im weiteren Verlauf deiner Karriere wird dir dies eine Menge helfen.

Bleib entspannt auf dem Platz

Versuche all das, was du auf dem Platz tust, simpel zu halten. Nimmst du dir zu viel vor, wirst du nur enttäuscht und verlierst schnell die Lust. Deine ersten Schläge werden nicht immer so funktionieren, wie du es im Fernsehen siehst. Dein erstes Ziel auf dem Platz als Anfänger ist es, das Verhalten des Balles zu lernen und die technischen Grundlagen zu beherrschen. Du wirst deine ganz eigenen Bewegungen und Abläufe in deiner Technik finden. Es ist immer schwierig, technische Tipps zu geben.

Was du aber immer versuchen solltest, habe ich dir in eine kleine Stichwortliste gepackt:

  • schlage den Ball von unten nach oben
  • lerne früh, den Schlägerkopf hängen zu lassen
  • beende jeden Schlag über der Schulter
  • im Idealfall schaust du nach dem Schlag auf deinen Ellbogen, der sich dann vor deiner Nase befindet

Arbeite nie mit viel Kraft, sondern immer mit Schwung. Lerne früh deine Hüfte und die Rotation im Oberkörper zu nutzen, um diesen Schwung aufzubauen. Reine Muskelkraft wird dir beim Tennis als Anfänger nicht helfen – im Gegenteil.

Wenn dein Trainer dir die Bälle zuspielt, schaue nicht auf deinen Trainer oder auf deinen Schläger. Wie wir weiter oben in diesem Artikel besprochen haben, gilt deine Aufmerksamkeit dem Ball. Der freie Arm dient dir als Hilfe. Du kannst mit der freien Hand auf den Ball zeigen.

Du bekommst so nicht nur mehr Stabilität in deinen gesamten Körper, du hast ein Zielfernrohr, mit dem du den Ball anvisieren kannst. Lässt du den freien Arm einfach nach unten baumeln beraubst du dich einer wichtigen Hilfe. Nutze also den Arm und gewöhne dir sofort an, mit diesem auf den Ball zu zeigen.

Du hast jetzt schon eine Menge gelernt. Du weißt jetzt, dass es beim Tennis mehr um das Gefühl als um die Geschwindigkeit geht. Außerdem hast du verstanden, dass du Geduld mitbringen musst und nicht alles von Beginn an perfekt laufen wird. Du kennst nun die wichigsten technischen Grundlagen – den Rest wird dir dein Trainer vermitteln.

Wir kommen jetzt zu den Dingen, die dir als Anfänger beim Tennis zwischen Schläger und Netz stehen: die Anfänger-Fehler. Keine Angst, diese werden wir ganz sicher in den Griff bekommen. Es ist noch kein Roger Federer vom Himmel gefallen.

Welche Fehler solltest du als Anfänger beim Tennis vermeiden?

So weit zu den Grundlagen.

Ich möchte dich nicht mit zu vielen Informationen und Hinweisen bewerfen. Sonst duckst du dich und bekommst nichts mehr mit. Wenn du die absoluten Basics drin hast, kannst du dich mit deinem Trainer immer noch weiterentwickeln und neue Hürden in Angriff nehmen. Für den Anfang hast du jetzt die ersten Anhaltspunkte, an die du dich halten kannst.

Mir ist es wichtig, dass du als Anfänger ganz bestimmte Fehler vermeidest. Diese bremsen dich in der sportlichen Entwicklung und sorgen gleichzeitig für unnötigen Frust.

Schlage den Ball nicht von oben nach unten.

Die Logik erklärt diesen Fehler von allein. Holst du aus und spielst den Ball von oben nach unten, dann fliegt die kleine Filzkugel ins Netz. Viele Anfänger beim Tennis sind dermaßen konzentriert auf alle anderen Abläufe, dass sie ausgerechnet diesen Fehler begehen. Deswegen ist es wichtig den Schlägerkopf vor deinen Schlägen hängen zu lassen – bei Vor- sowie Rückhand. Das obere Ende deines Schlägers zeigt Richtung Boden, dein Handgelenk ist abgeklappt.

Dadurch ist es für dich einfacher den Ball von unten nach oben zu spielen und gut mit deiner Bespannung unter den Ball zu kommen. Durch diese Technik fällt es dir auch nicht so schwer schnell ein gutes Gefühl für den Ball und die Geschwindigkeit zu erlernen.

Niemals vergessen:

Gefühl und Kontrolle sind wichtiger, als ein schnell gespielter Schlag. Besonders für dich als Anfänger beim Tennis.

Such dir als Anfänger feste Räume als Ziele. Nimm dir vor, den Ball Richtung T-Linie zu spielen. Dies ist die vordere Linie. Viele Anfänger machen den Fehler und kloppen die kleine gelbe Filzkugel quer über den Platz. Das macht zwar Spaß, bringt aber nichts und raubt dir auf Dauer nur den Spaß am Tennis. Natürlich solltest du auch nicht versuchen genau auf die Linie zu spielen. Aber es wird dir helfen, wenn du Räume findest, die du treffen willst. Ich würde dir empfehlen zehn bis 20 Zentimeter vor und hinter der T-Linie anzuvisieren. Es geht nicht so sehr darum möglichst oft in diesen Raum zu spielen.

Viel wichtiger ist es, dass du ein Ziel und damit eine Orientierung für deine Schläge hast. Dies wiederum fördert dein Ballgefühl und dein Verständnis für das Verhalten des Tennisballes.

Nochmal: setze das Gefühl für den Schlag immer über die Geschwindigkeit.

Willst du zu viel, funktioniert nichts

Du wirst schnell feststellen, dass Tennis ein unglaublich anspruchsvoller Sport ist. Nicht nur körperlich wirst du gefordert, auch mental. Du musst dich auf viele Bewegungen gleichzeitig und nacheinander konzentrieren. Dann musst du auch noch direkt nach dem Schlag die Vorbereitung auf den nächsten Schlag stemmen.

Das ist eine ganze Menge, oder?! 😉

Sogar fortgeschrittene Spieler haben bei Turnieren und Mannschaftsspielen das Problem, dass sie zu viel wollen. Auch du als Anfänger willst natürlich möglichst schnell möglichst viel richtig machen auf dem Platz.

Merke dir:

Wenn du dir zehn Dinge auf die To-Do-Liste packst, die du auf dem Platz richtig machen willst, werden dir nur zwei oder drei gelingen. Findest du aber nur drei Dinge auf deiner Liste und führst zwei davon sehr gut aus, wirst du dich schneller verbessern und vor allem mehr Spaß haben.

Und der Spaß ist bei der ganzen Sache ja nichts ganz unwichtig.

Als Anfänger reicht es, wenn du dir zwei Ziele auf deine To-Do-Liste schreibst:

  • Schlägerkopf hängen lassen
  • Schlag über der Schulter abschliessen

Dies sind die Grundpfeiler deiner Technik, die du zu Beginn als Anfänger auf dem Tennisplatz trainieren solltest. Auch wenn du gegen eine Wand spielst, mit einem Kumpel oder einer Kumpeline auf einem Hof ein paar Bälle spielst oder eben auf dem Platz – achte auf diese zwei Bewegungen.

Tipps für Anfänger, um dem Frust ins Gesicht zu grinsen

Erfolg ist eine Leiter, die man aber stets an die richtige Wand anlehnen muss.

Wie du gerade gelernt hast ist zu viel auf einmal zu wollen die schlechtere Taktik. Gib dich mit wenig zufrieden, um mehr Spaß an dem großen Ganzen zu haben. Auch aus deiner Schlägerwahl solltest du zu Beginn keine große Wissenschaft machen. Spiel ein paar Rackets zur Probe, schau welches Modell für dich am besten passt und schlag dann im wahrsten Sinne des Wortes zu. Nach einigen Jahren kannst du dich immer noch mit dem Material und den verschiedenen Vorzügen der unterschiedlichen Hersteller auseinandersetzen.

Bei Schmerzen im Arm, der Schulter oder dem Handgelenk ist ein Wechseln des Schlägers aber oft eine gute Lösung.

Tennis kannst du nicht zu häufig spielen.

Ich würde dir raten, so viele Bälle wie nur möglich zu schlagen. Als ich noch ein kleiner Junge war und gerade erst mit dem Tennis begann, spielte ich immer gegen unsere Hauswand auf der Terrasse – damals noch mit weicheren Bällen und meinem Kinderschläger, der immer mit einer bunten Bespannung besaitet war. Das Gute am spielen gegen eine Wand ist, dass du viele ähnliche Schläge in einem kurzen Zeitraum spielst. Durch diese vielen und identischen Schläge gewinnst du Gefühl und Sicherheit für deine Technik.

Wenn dein Tennisclub eine Ballwand besitzt, scheue dich nicht diese zu nutzen. Nimm dir ein paar Bälle mit, vier Stück, diese reichen aus, und spiele eine Stunde gegen die Wand. Zunächst eine halbe Stunde Vorhand, dann eine halbe Stunde Rückhand. Beim nächsten Mal wechselst du Vorhand und Rückhand ab. Dies ist ein hervorragendes Training. Du vertiefst das, was du im Training gelernt hast.

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1 Kommentar

  • Super Beitrag, vielen Dank! Ich habe mit meiner Frau auch schon über das Thema Tennis gesprochen, da wir es beide sehr interessant finden.

Was denkst du?